Melone
Typ I-Nahrungsmittelallergene
Zucker- oder Honigmelone, Cucumis melo, Fam.: Cucurbitaceae
Wassermelone, Citrullus lanatus
Vorkommen
Beide Melonenarten aus unterschiedlichen Gattungen sind gleichermaßen als begehrtes Sommerobst auf dem europäischen Markt anzutreffen.
Allergologische Relevanz
Durch Melonen können ein orales Allergiesyndrom sowie auch systemische Reaktionen ausgelöst werden (2,9 % bei 11). Primäre Melonenallergien sind jedoch sehr selten. Weitaus größerer Bedeutung ergibt sich durch die nachgewiesene Kreuzreaktivitäten zu Gräser- und Traubenkrautpollen, Banane, Gurke, Karotte, Sellerie und Latex. In der Literatur wurde hierfür der Name Ragweed (= Traubenkraut)- Bananen-Melonen Syndrom geprägt. Ebenfalls ist eine Kreuzreaktivität im Rahmen des Latex-Obst-Syndroms möglich.
In seltenen Fällen sind allergische Soforttypreaktionen auf Honigmelone publiziert. Berichtet wird z.B. über einen Patienten, bei dem ca. 2 Minuten nach Genuss eines Stücks Honigmelone die Anschwellung der Wangen und Lippen, leichte Schluckbeschwerden und eine generalisierte Urtikaria auftraten; im Pricktest und RAST zeigte sich eine deutliche Reaktion auf Honigmelone. Beschrieben ist auch eine Patientin mit Lippenschwellung und generalisierter Urtikaria bei wiederholtem Genuss von Wassermelonen. Hauttestungen mit dem Fleisch frischer Wassermelonen ergaben eine ausgeprägte urtikarielle Reaktion. Ebenfalls eine Proteinkontaktdermatitis nach Melonenkontakt beschrieben.
Diagnostik
Prick/Scratch mit Nativmaterial, RAST (Ph.)
Literatur: 295
Garcia et al: Occupational protein contact dermatitis due to melon. Allergy 59, 559-559 (2004)