Suchbegriffe zu diesem Artikel: Carbamazepin

Pigmentpurpura, progressive 

Syn.: Purpura pigmentosa progressiva, Morbus Schamberg 

Die medikamentös ausgelöste progressive Pigmentpurpura beginnt frühestens 1-3 Wochen nach Therapiebeginn und findet sich zunächst an den Unterschenkeln und Füßen, bis sie sich später auf die jeweils nächsthöhere Körperpartien ausbreitet. Ein monate- bis jahrelanger Verlauf ist die Regel. Heute überwiegen diejenigen Krankheitsfälle, bei denen keine medikamentöse Genese eruiert werden kann. 

Carbromal war die Hauptursache dieser ehemals nicht seltenen Krankheit. 

Weitere auslösende Medikamente können sein 

  • Acetylsalicylsäure 
  • Amitriptylin 
  • Benzodiazepinderivate 
  • Berbexaclon 
  • Bromisoval 
  • Carbamazepin 
  • Chinin 
  • Meprobamat 
  • Phenacetin 

Diagnostik 

In den meisten Fällen wird aus der Anamnese die ursächliche Beteiligung eines auslösenden Medikamentes deutlich Eine Epikutantestung, möglichst in der betroffenen Region, kann positive Ergebnisse zeigen, und zwar in Form einer Ekzemreaktion am Testort. Eine diagnostische Reexposition wird nur in seltenen Fällen erforderlich sein, ist jedoch gefahrlos. Die orale Provokation ruft bei fast allen Patienten einen erneuten Purpuraschub hervor. 

Literatur: 18 

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