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Suchbegriffe zu diesem Artikel: Apfelsine

(27.4.2014)

Orange 

Typ I-Nahrungsmittelallergen, Typ IV-Kontaktallergen

Vorkommen und Beschreibung

Die Orange, syn.: Apfelsine (Citrus sinensis, syn.: Citrus aurantium dulcis), Fam.: Rutaceae,  stammt aus China und wurde dort bereits vor über 4000 Jahren genutzt. Heute wird sie in vielen tropischen und subtropischen Ländern der ganzen Welt angebaut. Es gibt weltweit zahlreiche Sorten, darunter auch die Blutorangen. Von ernährungsphysiologischer Bedeutung sind die erfrischenden Säuren und Vitamine, vor allem Vitamin C. Orangen werden vielfach roh gegessen, der Hauptteil wird jedoch zu Saft verarbeitet. Weitere Produkte sind Marmelade und Likör. Orangenschalen dienen zum Aromatisieren von Backwaren. Aus Schalen, Blüten und Blättern gewinnt man aus ihnen die ätherischen Öle, die oft als Geschmacks- und Geruchskorrigenz eingesetzt werden. Einsatzgebiete sind Likör- und Nahrungsmittelindustrie sowie Parfüm-, Kosmetik- und Seifenindustrie.

Verwendung als kosmetischer Inhaltstsoff

Citrus aurantium dulcis extract (INCI). Extrakt aus der Frucht der Orange. Funktion: hautpflegend

Citrus aurantium dulcis flower extract (INCI). Extrakt aus den Blüten der Orange. Funktion: hautpflegend

Citrus aurantium dulcis flower oil (INCI). Ätherisches Öl, das aus den Blüten der Orange gewonnen wird. Funktion: adstringierend, kräftigend

Citrus aurantium flower water (INCI). Wässrige Lösung aus den Blütend der Orange. Funktion: hautpflegend

Citrus aurantium dulcis oil (INCI). Ätherisches Öl, das aus der frischen Fruchtschale der Reifen Früchte der Orange gepresst wird. Funktion: adstringierend, kräftigend

Citrus aurantium dulcis peel cera (INCI). Wachs aus der Fruchtschale der reifen Frucht der Orange. Funktion: geschmeidig machend, hautpflegend

Citrus aurantium dulcis peel extract (INCI). Extrakt aus den Fruchtschalen der Orange. Funktion: hautpflegend

Citrus aurantium dulcis seed extract (INCI). Extrakt aus den Samen der Orange. Funktion: hautpflegend

Citrus aurantium dulcis water (INCI). Wässrige Lösung der Duftstoffe aus der Frucht der Orange. Funktion: hautpflegend

Allergologie (Relevanz)

Typ I: Systemische Nahrungsmittelallergien auf Orangen sind selten (1,7 % bei 10), unter Berücksichtigung des oralen Allergiesyndroms bei 2,6 % der Nahrungsmittelallergiker (11). Die Suche nach entsprechenden Antikörpern bleibt, wie bei den anderen Zitrusfrüchten, meist erfolglos. Zu berücksichtigen ist dabei, dass Orangen neben IgE-vermittelten auch pseudoallergische Reaktionen, die auf histaminfreisetzende Stoffe in der Orange zurückzuführen sein sollen, auslösen können. 

Typ IV: Mehrere Literaturberichte über die Orangenschale oder das Orangenöl (siehe auch unter ”Pomeranzblütenöl”) als Kontaktallergene sind alle älteren Datums, in jüngster Zeit sind die Fallzahlen soweit zurückgegangen, dass Zitrusfrüchte aus den Standardtestungen verschwunden sind. Süßes Orangenöl besitzt den höchsten Limonengehalt aller Zitrusöle, es ist jedoch aufgrund seiner geringen Sensibilisierungspotenz als Allergen zu vernachlässigen. 

Allergologische Diagnostik

Epikutantestung: Zitrusfrüchte 20 % in Ethanol, Orangenöl 2 % in Vaseline (Block Duftstoffe),

Literatur: 1, 2, 3

https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/lebensmittel/lebensmittelkontrolle/l_09720060405de00010528.pdf?4e90vw

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