Suchbegriffe zu diesem Artikel: Natriumdisulfit

Natriumdisulfit 

Syn.: Natriummetabisulfit, E 223 

Auslöser von pseudoallergischen Reaktionen 

Siehe unter ”Konservierungsstoffe” 

Typ IV-Kontaktallergen 

Vorkommen 

  • als Desinfektions- und Bleichmittel, insbesondere für Wolle, Stroh und Seide 
  • um Chlor aus gebleichten Materialien wie Textilien und Papier zu entfernen 
  • bei der Kleiderreinigung 
  • als Reduktionsmittel in der Farbstoff-Industrie 
  • zum Entfernen von Farbflecken 
  • zum Koagulieren von Latex 
  • bei der Spiegelherstellung 
  • zum Konservieren verderblicher technischer Lösungen 
  • als Konservierungsmittel und Antioxidans für Nahrungsmittel (siehe unter ”Konservierungsstoffe”) 

Allergologische Relevanz 

Eine relevante Kontaktallergie gegen Natriumdisulfit wird nur selten beobachtet. Überwiegend sind dabei Arbeiter in der pharmazeutischen Industrie, der Nahrungsmittel- oder photographischen Industrie betroffen. Auch einzelne Fälle von kontaktallergischen Reaktionen gegen Natriumdisulfit als Konservierungsstoff in Hydrokortison- oder Ketoconazol-Cremes sind beschrieben. In einer größeren Untersuchung fand sich jedoch sogar eine Sensibilisierungsrate von 1,7 %. 

Epikutantestung 

Block Hermal Konservierungsmittel; Testkonzentration 1 % in Vaseline 

Literatur: 4 

Riemersma et al: Type IV hypersensitivity to sodium metabisulfite in local anaesthetic. Contact Dermatitis ----  siehe auch unter Lokalanästhetika-------- 

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