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Geraniol
Pflanzliches/synthetisches Typ IV-Kontaktallergen
Sensibilisierungshäufigkeit selten, Sensibilisierungspotenz schwach
Vorkommen
Geraniol findet sich in einer Vielzahl von Pflanzen als Aromastoff, z.B. Lavendel, Jasmin, Geranien, Rosen, Orangenblüten, Zitronenschalen, Nadeln verschiedener Koniferen. Es ist eines der am häufigsten angewendeten Duftstoffe (ätherische Öle o.g. Pflanzen) und ist somit in fast allen Parfüms enthalten, besonders in solchen mit Rosenduft. Die leicht süße und nach Rosen duftende Flüssigkeit wird heute aufgrund der weltweiten Nachfrage fast ausschließlich synthetisch aus alpha-Pinen oder durch Reduktion von Citral hergestellt.
Die Verwendung von Geraniol erfolgt in der Parfümindustrie, z.B. in Toilettenartikel und in der Genussmittelindustrie. Als Aromazusatz ist es auch in Lebensmitteln zugelassen, z.B. Backzutaten mit Zitronengeschmack.
Allergologische Relevanz
Die klinische Literatur zu Geraniol weist lediglich eine kleine Zahl von Einzelfallbeschreibungen auf. Dies ist deshalb besonders bemerkenswert, weil sich laut einer 1989 publizierten Studie in 90 % von 400 untersuchten Parfüms Geraniol nachweisen ließ. In einer darauf aufbauenden Studie, in der alle auf den Duftstoff-Mix positiv reagierenden Personen in der Folge auch mit den Einzelsubstanzen getestet wurden, konnten jedoch keine klinisch relevanten Reaktionen beobachtet werden. Die positiven Testreaktionen erwiesen sich dabei zudem als klinisch irrelevant. Für das Geraniol kann daraus abgeleitet werten, dass die Substanz zwar sensibilisieren kann, die Potenz aber schwach und die Häufigkeit einer Sensibilisierung selten ist.
Epikutantestung
Hermal Block Standard: Duftstoff-Mix
Literatur: 4. 6, 20