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Suchbegriffe zu diesem Artikel: Medikamentenallergene

Diuretika 

Medikamentenallergene 

Thiazide und Thiazidanaloga 

  • Bemetizid 
  • Bendroflumethiazid 
  • Butizid 
  • Chlortalidon 
  • Clopamid 
  • Hydrochlorothiazid 
  • Indapamid 
  • Mefrudis 
  • Metolazon 
  • Polythiazid 
  • Trichlormethiazid 
  • Xipamid 

Schleifendiuretika 

  • Azosemid 
  • Bumetanid 
  • Etacrynsäure 
  • Furosemid 
  • Piretanid 
  • Torasemid 

Kaliumsparende Diuretika 

  • Amilorid 
  • Kaliumcanrenoat 
  • Triamteren 
  • Spironolakton 

Osmotische Diuretika 

  • Mannit 
  • Sorbit 

Allergologie (Relevanz)

Bei den Thiaziddiuretika sind insbesondere makulo-papulöse Exantheme, Urtikaria, Vaskulitis/Purpura und phototoxische/photoallergische Reaktionen beschrieben.  Die Lichtüberempfindlichkeit ist eine seltene aberwohlbekannte Reaktion. Sie tritt wahrscheinlich bei 1 von 10.000 bis 1 von 100.000 Verschreibungen auf. Die häufigste Nebenwirkung ist dabei ein lichenoides Exanthem, aber auch petechiale und erythematöse Läsionen kommen an lichtexponierter Haut vor. Bei Patienten, die Hydrochlorothiazid oder eine Kombination von Hydrochlorothiazid und Triamteren erhielten, wurde eine Reaktion beschrieben, die einem subakut-kutanen Lupus erythematodes ähnelte. 

Nebenwirkungen von Furosemid sind insgesamt selten, am häufigsten treten noch makulo-papulöse Exantheme auf. Seltener werden Urtikaria, Vaskulitis/Purpura, Porphyria cutanea-artige Blasenbildung sowie eine Photosensibilisierung beobachtet. Auch eine Anaphylaxie, Hautveränderungen, die denen eines Sweet-Syndroms glichen, ein bullöses Pemphigoid und andere Exantheme, die mit hämorrhagischen Blasen, wurden dokumentiert. Schwerere allergische Hautreaktionen nach Furosemid wie z.B. EEM oder Exfoliatidermatitis findet man vor allem bei Patienten mit Niereninsuffizienz und nach Anwendung hoher Dosen. 

Bei Bumetanid, Etacrynsäure, Torasemid, Piretanid sind allergische Reaktionen sehr selten beschrieben. Bei Etacrynsäure wurde eine Purpura Schoenlein-Henoch dokumentiert. 

Bei Spironolakton treten als kutane Nebenwirkung zumeist makulo-papulöse Exantheme, seltener Urtikaria oder Vaskulitis auf; häufig dagegen werden akneiforme Hautveränderungen beobachtet. Ein Lupus erythematodes-artiges Syndrom mit anulären Herden, ein Erythema anulare centrifugum und eine lichenoide Eruption wurden ebenfalls beobachtet. 

Nach Amilorid und Triamteren können allergische Erscheinungen in Form von Urtikaria und Exanthemen vorkommen. 

Nach i.v.-Verabreichung von Mannit können allergische Reaktionen in Form einer Urtikaria vorkommen, sie sind aber selten. 

Literatur: 7, 8, 9 

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