Suchbegriffe zu diesem Artikel: Karmin

Cochenille 

Typ I-Soforttypallergen 

Syn: Kochenille/Karmin, E 120 

Siehe auch unter “Farbstoffe” 

Vorkommen 

Als Quelle des natürlichen roten Farbstoffes Karmin dient die echte Kochenillelaus, die in Mexiko an Kakteen gezüchtet wird. Darüber hinaus haben eine Reihe von anderen tropischen und subtropischen Ländern (Spanien, Kanarische Inseln, Nordafrika) die Produktion von Karmin durch die Kochenillelaus etabliert. Karmin wird aus Kochenille, dem wässrigen Extrakt von getrockneten Körpern der weiblichen Insekten, ausgefällt. Verantwortlich für die rote Farbe sind die Erdalkali- bzw. Aluminiumkomplexe der Karminsäure, eine Anthrachinoncarbonsäure mit einer zuckerartigen Seitenkette. 

Sowohl in der kosmetischen als auch in der pharmazeutischen und in der Lebensmittelindustrie wird dieser Stoff zur Färbung eingesetzt. 

Allergologische Relevanz 

Allergien sind selten und werden am ehesten noch als berufsbedingte Reaktion des Respirationstraktes (Asthma bronchiale, exogen allergische Alveolitis) gesehen. Ein Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Genuss von Campari-Orange ist ebenfalls beschreiben; dabei fanden sich im Pricktest mit Campari und dem E 120-Farbstoff-Präparat des Herstellers sowie einem käuflichen Karminpräparat stark positive Reaktionen, im RAST fanden sich spezifische IgE auf Karmin. Auch eine anaphylaktische Reaktion auf einen mit Karmin-Rot gefärbten Joghurt wurde beschrieben. 

Literatur: 1, 2, 107 

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