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Suchbegriffe zu diesem Artikel: Pilze

Eisenmangel ist ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem und wird zunehmend öfter diagnostiziert.

Im Rahmen des Normamed-Verfahrens bei der Suche nach Infektionserregern, insbesondere des Magen-Darm-Traktes bei damit auch verursachter okkulter bzw. latenter Blutungen, weisen wir mittels klinisch-chemischer Labormethoden auch zunehmend einen Eisenmangel nach. Unterschieden wird dabei ein Eisenmangel mit und ohne Anämie (Armut des roten Blutfarbstoffes); Die Symptome beider Formen sind jedoch tatsächlich ähnlich bzw. vergleichbar.

Bei dem Spurenelement Eisen handelt es sich um einen „essentiellen“ Bestandteil der Ernährung, der vom Körper nicht selbst produziert werden kann und daher in ausreichender Menge zugeführt werden muss. Im menschlichen Körper sind etwa vier Gramm Eisen vorhanden; es liegt teils in gespeichert Form und teils im Hämoglobin der roten Blutzellen (Erythrozyten) vor, dessen Hauptaufgabe es ist, die Zellen, Organe und Muskeln mit dem lebenswichtigem Sauerstoff zu versorgen.

Als Symptome des Eisenmangels können Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Schwäche oder mangelnde Konzentrationsfähigkeit beobachtet werden, aber auch ein Zusammenhang mit dem Restless Legs-Syndrom (RLS) und dem Chronic fatigue-Syndrom wird ebenfalls diskutiert.

Zu den häufigsten Ursachen eines Eisenmangels gehören gynäkologische Blutungen (z.B. Hypermenorrhoe), gastrointestinale Blutungen, Schwangerschaft und ernährungsbedingte Minderzufuhr. In Wachstumsphasen, in der Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei intensiver sportlichem Training besteht ein erhöhter Eisen-Bedarf.

Studien belegen mittlerweile den Umstand, dass obwohl die orale Behandlung des Eisenmangels mit oder ohne Anämie bei einem Teil der Patienten wirksam ist,  in vielen Fällen nur eine parenterale Eisentherapie den Eisenmangel vollständig und dauerhaft zu korrigieren kann. Bei einer Erkrankung des Magen-Darm-Traktes ist eine parenterale Eisentherapie zudem sinnvoll, da hier die irritativen Nebenwirkungen einer oralen Eisengabe, die zu einem Abbruch der Therapie sowie einer Befundverschlechterung führen können, vermieden werden. Bei der parenteralen Eisentherapie handelt es sich um eine sichere und weitgehend nebenwirkungsfreie Therapie; die höheren Kosten dieser Therapieform im Vergleich zur oralen Eisenanwendung sind in diesem Zusammenhang zu tolerieren.

Um die Eisenaufnahme zu verbessern, sollten Sie folgendes beachten:

  • • Trinken Sie nicht regelmäßig schwarzen Tee oder Kaffee direkt zu den Mahlzeiten
  • • Trinken Sie Vitamin-C haltige Getränke (Fruchtsäfte) zum Essen
  • • Essen sie auch mal ein Stück rotes Fleisch, eventuell Leber oder Nieren
  • • Grüne und rote Gemüsesorten enthalten viel Eisen
  • • Ernähren sie sich nicht nur von Milchprodukten (Käse, Joghurt, Quark), das darin enthaltene Kalzium hemmt die Eisenaufnahme

Besonders eisenhaltige Speisen sind neben den oben genannten: getrocknete Pilze, Pfifferlinge, Gewürze, Petersilie, Dörrobst, Eigelb, Austern, Sardinen, Shrimps, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne und Pistazien.

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