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Sehr geehrter Herr Dr. Irion,
mit Interesse lese ich immer wieder in Ihren Antworten. Nun habe ich gelesen, dass ein Rast-Test bei Neurodermitis ihrer Meinung nach sinnlos wäre, da es sich nicht um eine Typ-I-Allergie handelt. Mein Kinderarzt möchte demnächst einen solchen Rast-Bluttest bei meinem 9 Monate alten Sohn, der neurodermitisartige Ekzeme an beiden Wangen und am Hals hat, durchführen. Könnten Sie mir kurz erklären, warum dies nach Ihrer Auffassung sinnlos erscheint? Es ist doch meines (zugegebenermaßen etwas laienhaften) Verständnisses nach so:
Das Immunsystem bildet als Reaktion auf einen Fremdkörper IgE-Antikörper, die die Mastzellen veranlassen, Histamin auszuschütten. Die Histamin-Ausschüttung führt dann zu den juckenden Hautveränderungen, Ekzemen etc...
Ist das nicht richtig? Ich wäre sehr interessiert an einer kurzen Erklärung, da ich immer gerne die medizinischen Zusammenhänge verstehe.
Evtl. könnte ich dann auch meinem Sohn die Blutabnahme ersparen...
Können Sie mir einen Arzt aus der Region Esslingen / Stuttgart empfehlen, der sich mit Neurodermitis bei Babys besonders gut auskennt und auch die von Ihnen angesprochenen Behandlungen praktiziert (antiseptische Behandlungen, Behandlung einer Superinfektion etc.), da ich davon von meinen Ärzten bisher noch nichts gehört habe.
Mich würde auch interessieren, wie man bei einem Baby diese fett-feuchten Umschläge im Gesicht machen kann, da Babys ja nicht gerade dazu neigen, still zu halten.
Zuletzt noch eine Frage: Ich habe jetzt schon oft gelesen, dass die Vorgabe, Kinder sollen bis zum ersten oder zweiten Lebensjahr Milch, Ei, Fisch etc. meiden, überholt sei und man mittlerweile dazu tendiert, möglichst früh diese Lebensmittel einzuführen. Was stimmt denn nun? Und wieso ist Stillen eigentlich die beste Vorsorge, wenn es immer wieder Fälle gibt, wo Babys allein über die Muttermilch sensibilisiert wurden gegen Milch, Ei etc.?
Ich hoffe, ich habe nicht zu viele Fragen auf einmal gestellt!
Vielen Dank für Ihre Mühe und freundliche Grüße,
Ally
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