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Hallo,
meine Tochter hat seit dem 5.Lebensjahr Asthma.Sie ist auf Gräser,Birke,Roggen,Katzenepithel Klasse3 und Hundeschuppen Klasse 3 allergisch.Sie nimmt regelmäßig Kortison .
Im Kleinkindalter bekamen wir das Asthma nicht in den Griff.Ständig hatte meine Tochter Lungenentzündungen.Schweren Herzens mußten wir uns damals von unseren 2 Katzen und unseren geliebten Hund trennen.Regelmäßig fuhren wir zur Uni Bonn in die Allergieambulanz,wo wir heute noch halbjährlich hinfahren.Seit ein paar Jahren klappt es soweit prima,mit täglicher Kortisongabe.
Unser größter Wunsch wäre nun wieder einen eigenen Hund.Habe schon stundenlang im Internet gestöbert.Es gibt ja zum Beispiel dieser Yorkshire Terrier,der für Allergiker sehr gut geeignet sein soll,weil er Haar hat und kein Fell,somit keine Unterwolle und nicht haart.Wenn wir uns einen Hund dieser Rasse aussuchen würden und speziell das Haar dieses Tieres bei meiner Tochter testen lassen würden und dieser Negativ wäre-würden Sie zu der Anschaffung des Tieres raten?
Echte Hundhaarallergien halte ich für äußest selten; nachdem ich über Jahre hinweg in der Praxis keine diagnostizieren konnte, wollte ich diese Diagnose eigentlich fast schon ausschließen. Wie wurde denn die klinische Relevanz einer Allergie auf ihren ehemaligen Hund bewiesen, die dann zur Abschaffung führte? Ein Nachweis von spezifischen Antikörpern z.B. im Rast ist hierbei nämlich ohne jegliche Aussagekraft! Wie war denn das Ergebnis im Pricktest mit Hautschuppen und -haaren ihres damaligen Hundes? Was passierte, wenn ihre Tochter direkten Kontakt mit dem Hund hatte, hat Sie dann tatsächlich direkt angefangen zu Schniefen und zu Nießen? Auf Grund der Angaben, die Sie gemacht haben, halte ich die Abschaffung ihres Hundes jedenfalls für sehr voreilig, im Gegensatz zu den Katzen, die bei Allergikern eigentlich in gar keinem Fall ins Haus gehörten.
Grundsätzlich empfehle ich Allergikern oder Atopikern immern immer die Anschaffung eines Hundes, da sich hiermit eine Umstellung des Immunsystems in einer Art "natürlicher" Hyposensibilisierung durchführen lässt. Hundeallergene sind zudem im Gegensatz z.B. zu Katzen- oder Pferdeallergenen als relativ "schwach" zu bewerten.
Da Sie dies nicht erwähnt hatten, wurde denn überhaupt bereits eine Hyposensibilisierung gegen die Pollen und ggf. auch gegen Katzenallergene durchgeführt?
Viele Grüße
Dr. Roland Irion
Hallo Dr. Irion,
damals wurde erst durch Rast getestet und später mit dem Haar unseres Hundes durch den Pricktest.
Es hieß,meine Tochter sei hochgradig allergisch auf unseren Hund.Zu dieser Zeit schniefte meine Tochter ständig,sodass ich nicht genau sagen kann,ob es ihr wirklich schlechter ging,wenn der Hund in der Nähe war.
Das Ganze war damals ein Alptraum,denn wir liebten unseren Hund sehr.Die Ärzt meinten,dass es unverantwortlich sei,wenn wir den Hund nicht abschaffen würden.Später gaben wir den Hund zu meinen Eltern.
Eine Hyposensibilisierung wurde noch nicht durchgeführt,weil es den Ärzten immer zu risikoreich war.Da meine Tochter nun stabil ist und die Lufo ganz okay war,soll es nun im Herbst losgehen.Allerding soll sie nur gegen die Pollen hyposensibilisiert werden,nicht gegen die Katzenallergene.
Viele Grüße,
Iris D.
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