Vanillin
(Pflanzliches) Typ IV-Kontaktallergen
Sensibilisierungshäufigkeit selten, Sensibilisierungspotenz schwach
Vorkommen
Vanillin ist, meist in geringen Konzentration, in Pflanzen weit verbreitet. So enthalten z.B. Vanilleschoten bis zu 3 %. Früher wurde es daher aus den Schoten isoliert, die einer Fermentierung unterzogen wurden, wobei dann das glykosidisch gebundene Vanillin und andere aromatischen Bestandteile anfielen. Heute wird Vanillin jedoch synthetisch aus Eugenol, Guajakol und vor allem aus dem Lignin der Sulfitablaugen, die bei der Papierherstellung anfallen, hergestellt.
Es handelt sich um den in Lebensmitteln gebräuchlichsten synthetischen Geschmacksstoff. Vanillin ist praktisch in allen Backwaren (Vanille-Zucker, Backaromen), in Süßspeisen aller Art, Speiseeis u.v.m enthalten. Außerdem ist Vanillin in Kosmetika und in Arzneimitteln als Aromastoff zu finden.
Allergologische Relevanz
Es besteht die Möglichkeit, durch orale Zufuhr von Vanille (in größeren Mengen) bei Perubalsam-Allergikern Rezidive ihrer Hautveränderungen auszulösen. Die beweist nicht nur das Vorkommen von Vanillin in beiden Materialien (siehe unter ”Perubalsam”), sondern belegt auch das Vorkommen weiterer gemeinsamer Inhaltsstoffe. Es kann dabei also nicht von einer Kreuzallergie gesprochen werden.
Epikutantestung
Block Hermal Duftstoffe, Kosmetik/Haushalt; Testkonzentration 10 % in Vaseline
Literatur: 4, 6