Tee
Typ I-Soforttypallergen
Teestrauch, Camellia sinensis, Fam.: Teaceae
Allergologische Relevanz
Allergien können gelegentlich bei berufsbedingtem Umgang mit Tee beobachtet werden. Eine Teeallergie tritt vor allem auf, wenn der bei der Verarbeitung von Teeblättern als Abfallprodukt entstehende feine Teestaub eingeatmet wird. Eine Tee-Allergie ist dabei in Exportländern, wie z.B. Sri Lanka, wesentlich weiter verbreitet als in Europa.
In Einzelfällen wird auch bei uns über Teeallergien berichtet. Es handelt sich dabei um Teeallergiker bei denen zusätzlich eine hochgradige Gräserpollenallergie besteht. Beschrieben ist z.B. der Fall eines Patienten, der neben Rhinokonjunktivitis und Asthma auf Teetrockenstäube auch eine generalisierte Urtikaria und ein Gesichtsödem bei stärkerer aerogener Exposition sowie beim Trinken von Schwarztee Durchfälle bekam. Positive Reaktionen waren im Intrakutantest auf Extrakte von Pfefferminztee, Fencheltee und Schwarztee nachzuweisen; bei diese Teesorten zeigten sich auch positive Reaktionen bei der oralen bzw. nasalen Provokationstestung.
Allergische Reaktionen auf grünen Tee (Camellia sinensis) wurden vor allem bei berufsbedingter Exposition beobachtet. Sie äußerten sich als Rhinitis und Asthma. Verantwortlich sind die Stäube, die bei der Verarbeitung entstehen. Als ein wichtiges Allergen wurde ein Katechin der Teeblätter identifiziert.
Diagnostik
Prick/Scratch mit Nativmaterial, RAST (Ph.)
Literatur: 419