Suchbegriffe zu diesem Artikel: Proteine

Tabak 

Inhalatives Typ I-Soforttypallergen 

Typ IV Kontaktallergen 

Virginischer Tabak, Nicotiana tabacum, Fam.: Solanaceae 

Vorkommen 

Tabak ist in Südamerika heimisch und wird in der warmen und gemäßigten Zone angebaut. 

Allergologische Relevanz 

Beschrieben ist eine berufsbedingte Allergie gegen Tabakstaub in Form von chronischer Rhinitis, Konjunktivitis und leichteren Atemnotzuständen bei einem Patienten nach mehrmonatiger Tätigkeit in der Produktion einer Zigarettenfabrik. Hauttests, RAST und nasaler Provokationstest bestätigten die IgE-vermittelte Sensibilisierung gegen Allergene des Tabakstaubes. Die identifizierten Allergene stellen (Glyko-)Proteine dar, die üblicherweise thermolabil sind. Demnach ist nicht davon auszugehen, dass Raucher eine Allergie gegen Allergene des Tabaks entwickeln. Das allergene Potential der Tabakallergene scheint zudem gering zu sein. 

Allergische Kontaktdermatitiden sind sowohl auf rohen als auch auf fermentierten Tabak bekannt. Das Nikotin (siehe auch dort) im Tabak ist zwar hochgiftig, aber als Allergen nicht relevant. 

Diagnostik 

Prick, Scratch mit Nativmaterial; Epikutantestung mit Tabakblatt oder Tabak direkt. 

Literatur: 3, 414 

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