Sorbinsäure
Auslöser von pseudoallergischen Reaktionen
Siehe unter “Konservierungsstoffe”
Typ IV-Kontaktallergen
Sensibilisierungshäufigkeit gelegentlich, Sensibilisierungspotenz schwach
Sorbinsäure (siehe auch unter “Konservierungsstoffe”) wurde erstmals aus der Vogelbeere isoliert, auch in anderen Beeren, z.B. Blaubeere, Erdbeere und Preiselbeere ist sie zu finden. Die heute in großen Mengen verwendete Verbindung ist jedoch ein Syntheseprodukt mit guter antimikrobieller, fungizider und z.T. auch antioxidativer Wirkung. Da die Sorbinsäure als gesundheitlich unbedenklich gilt, zählt sie zu den am weitesten verbreiteten Konservierungsmitteln. Allerdings ist ihre Wirkung pH-abhängig, oberhalb von pH 6,5 zeigt sie keinen nennenswerten Effekt mehr.
Vorkommen
Der Einsatzbereich kann in vier Bereich eingeteilt werden:
- Kosmetika, Toilettenartikel, Hygieneprodukte
- pharmazeutische Produkte wie Augentropfen, Kontaktlinsenflüssigkeiten, Externa in der dermatologischen Therapie
- im industriellen Bereich als Zusatz zu trocknenden Ölen zur Erhöhung der Trocknungsfähigkeit und zu Alkydharzen zur Glanzerhöhung
- Lebensmittel aller Art (siehe unter “Konservierungsstoffe”)
Allergologische Relevanz
Die Sorbinsäure ist aufgrund der vorliegenden Daten als schwaches Allergen zu bewerten, nur selten ist mit kontaktallergischen Reaktionen zu rechnen.
Epikutantestung
Block Hermal Konservierungsmittel; Testkonzentration 1 % in Vaseline
Literatur: 4, 6, 20