Suchbegriffe zu diesem Artikel: Typ
Salbei
Typ IV-Kontaktallergen
Salvia officinalis, Fam.: Lamiaceae
Vorkommen/Beschreibung
Salbei (Salvia) ist Pflanze aus der Gattung der Lippenblütler. Der Name bezieht sich aber auch auf den für Küche und Medizin wichtigen Küchen- oder Heilsalbei (Salvia officinalis). Die Gattung ist weltweit verbreitet und umfasst mehr als 920 Arten.
Verwendung
Salvia stammt vom lateinischen Wort „salvare“ (heilen) und deutet auf dessen Heilkraft hin. Salbei war bereits im Altertum bekannt und wurde im Mittelalter von Mönchen über die Alpen gebracht.
Durch den hohen Anteil ätherischen Öle in diversen Salbeiarten gibt es unterschiedliche Verwendungen. So wird der Echte Salbei (S. officinalis) einerseits als Küchengewürz und andererseits auch in der Heilkunde verwendet, etwa bei Halsschmerzen als Kräutertee oder gegen übermäßiges Schwitzen. Außerdem soll der Salbeitee auch bei Magen- und Darmschmerzen Linderung bewirken, beispielsweise nach einer Antibiotika-Therapie. Heilend wirken nebst den Ölen auch die Gerbstoffe (Tannine). Andere Arten wie Salvia divinorum enthalten halluzinogene Stoffe, die teilweise ebenfalls genutzt werden. Der in Deutschland verbreitete Wiesen-Salbei enthält kaum ätherische Öle und wird deswegen nicht genutzt. Eine Heilwirkung von Inhaltsstoffen dieser Pflanze wurde im Jahre 2008 in Untersuchungen am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg an mehreren Tumorzelllinien bestätigt.
Allergologie/Allergologische Relevanz
Die im Salbei enthaltenen ätherischen Öle können (theoretisch) eine Kontaktallergie auslösen (Epikutantestung: Pflanze direkt, 10 % des Etherextrakts). In der neueren allergologischen Literatur sind jedoch keine derartigen Fälle beschrieben. Auch die Auslösung einer Nahrungsmittelallergie nach Genuss von Salbei ist nicht bekannt bzw. beschrieben.
Literatur: 3