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Resorcin
Typ IV-Kontaktallergen
Vorkommen
Resorcin (m-Dihydroxybenzol) ist als Reduktionsmittel Inhaltsstoff zahlreicher Kosmetikaartikel (Haarpflegemittel, Haarfärbemittel, Lippenstifte). Außerdem hat es auf Grund seines keratolytischen und mild antiseptischen Effekts einen Platz in der Aknetherapie. Castellani-Lösung, die auf Grund ihrer antimikrobiellen sowie abtrocknenden Eigenschaften in der dermatologischen Behandlung von Ulcera crurum sowie ekzematösen und mikrobiellen Hautveränderungen zum Einsatz kommt, enthält als wesentlichen Inhaltsstoff Resorcinol. Daneben auch Zwischenprodukt zur Herstellung von Bindemitteln, Kleb- und Farbstoffen. Es wird dabei u.a. in Kunststoffen als UV-Absorber eingesetzt.
Allergologische Relevanz
Allergische Reaktionen gegen Resorcinol sind in den letzten Jahren – auch in größeren Testkollektiven – nur selten beobachtet worden. Beschrieben sind einzelne Kasuistiken über allergische Kontaktdermatitiden auf Resorcin-haltige Solutio Castellani, die zur Markierung von Epikutantestfeldern verwandt wurden. In eher seltenen Fällen können auch Sensibilisierungen auf Haarfärbemittel oder Shampoos zurückgeführt werden. Hauptsächlich sind Resorcin-haltige Zubereitungen nur dann ein kontaktallergisches Problem, wenn sie im Bereich ekzematös oder entzündlich veränderter Haut (wie bei Ulcus cruris oder Akne) zur Anwendung gelangen. Bei Menschen mit gesunder Haut ist das sensibilisierende Potenzial nicht sehr ausgeprägt.
Kürzlich wurde über den Fall eines Kontaktekzems im Bereich der rechten Handinnenfläche bei einer Sekretärin berichtet Bei dieser wurde eine Computer-Maus, die Resorcinmonobenzoat enthielt, auf der Basis von Epikutantestungen und der chemischen Analysen, als Auslöser der kontaktallergischen Reaktion angenommen.
Literatur: 6, 380, 381, 463