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Suchbegriffe zu diesem Artikel: Pinienkerne

(21.7.2015)

Pinie 

Typ I-Nahrungsmittelallergen, (potenzielles) Typ IV-Kontaktallergen

Vorkommen und Beschreibung

Die Pinie (Pinus pinea) ist eine Pflanzenart in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) gehört. Sie ist im nördlichen Mittelmeerraum verbreitet. Die Samen, die auch Pinienkerne genannt werden, sind essbar.. Ein Baum liefert je nach Standort zwischen 10 und über 60 Kilogramm Samen. Diese werden geschält und finden Verwendung in der Nahrungsmittel- und Süßwarenindustrie. Pinienkerne können in Brot, auf Gebäck und in italienischen Gerichten vorkommen. Sie erfreuen sich vor allem in den USA wachsender Beliebtheit. Die Kerne werde auch zu Öl gepresst, das für Salatdressings und in der orientalischen Küche sehr beliebt ist.

Verwendung als kosmetischer Inhaltsstoff

Pinus pinea kernel oil (INCI). Fettes Öl aus den Samenkernen der Pinie. Funktion: kräftigend

Allergologische Relevanz 

Nach Genuss der Pinienkerne sind einzelne Fälle einer Nahrungsmittelallergie aufgetreten (2 Fälle bei 10, 11). Gelegentlich können diese auch anaphylaktische Reaktionen hervorrufen. Beschrieben ist der Fall eines 21jährigen Mannes, der wenige Sekunden nachdem er eine kleine Menge eines Kuchens mit Pinienkernen gegessen hatte, einen anaphylaktischen Schock erlitt.  Ebenfalls wurde nach Genuss von Pinienkernen ein Patient mit schwerem Schockzustand und Bewusstseinverlusst beobachtet; die Pinienkernsensibilisierung wurde dabei mittels positivem Prick, spezifischem IgE-Nachweis im UniCAP 100 sowie mittels CAST nachgewiesen.

Alldergologische Diagnostik 

Prick/Scratch mit Nativmaterial, RAST (Ph.) 

Literatur: 1, 2, 3

https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/lebensmittel/lebensmittelkontrolle/l_09720060405de00010528.pdf?4e90vw

Hipler et al: Anaphylaktischer Schock nach Ingestion von Pinienkernen. Allergologie 27, 462-467 (2004)

Noch Pubmed

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