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Paranuss 

Typ I-Nahrungsmittelallergen 

Bertholletia excelsa, Fam.: Lecythidaceae 

Vorkommen 

Die Paranuss wächst auf großen Bäumen in Südamerika und im Amazonasbecken. Obwohl die Bäume nie kultiviert wurden, werden die Nüsse mit wirtschaftlicher Relevanz exportiert. Die Nüsse sind ernährungsphysiologisch gesehen wertvoll, denn sie enthalten 60 – 70 % Öl und 17 % Proteine. Paranüsse gelten weltweit als Delikatesse. 

Allergologische Relevanz 

Systemische allergische Reaktionen auf Paranuss wurden bisher nur vereinzelt beschrieben (1 Fall bei 10), auftreten. Sie können allerdings mit z.T. sehr schweren systemischen Reaktionen einhergehen. Häufiger treten wohl oropharyngeale Symptome auf (5,5 % bei 11). Sensibilisierungen gegen das Major-Allergen Ber e 1 (9 kDa) korrelieren dabei  mit der zu beobachtenden klinischen Relevanz der allergischen Reaktion; Patienten, die gegen eines der Minor-Allergene sensibilisiert sind, zeigen dagegen allenfalls sehr selten eine klinische Symptomatik. 

Bei einem Teil der Paranuss-Allergiker besteht eine Unverträglichkeit von anderen Nüssen, z.T. auch von Erdnüssen. Kreuzreaktivität besteht zudem zu Birkenpollen. 

Diagnostik 

Prick, i.c. (Al.), RAST (Ph.) 

Literatur: 1, 2, 3, 338 

Asero et al: Allery to minor allergens of Brazil nut. Allergy 57, 1080-1081 (2002) 

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