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Parabene
Typ IV-Kontaktallergene
Auslöser von pseudoallergischen Reaktionen (siehe unter ”Konservierungsstoffe”)
Syn.: PHB-Ester, Hydroxybenzoesäureester
Vorkommen
Die Gruppe der Parabene sind weitverbreitete Konservierungsmittel. Sie werden u.a. eingesetzt in
Arzneimitteln wie
- Salben, Lotionen, Cremes zur äußerlichen Anwendung
- Psychopharmaka
- Augen- und Nasentropfen
- Schmerzmittel
- Halstabletten, Hustensäften
Kosmetika wie
- Seifen, Haarwaschmitteln
- Rasiercremes, Rasierwässern
- Zahnpasten, Mundwässern
- Deodoranzien
- Sonnenschutzpräparaten
- Schminken, Make-ups
- Gesichtsmilch, -puder
Im technischen Bereich zur Konservierung von
- Ölen, Fetten
- Leimen
- Schuhputzmitteln
In bestimmten Lebensmitteln (siehe unter ”Konservierungsstoffe”)
Allergologische Relevanz
Paraben-Ester (Benzyl-, Butyl-, Ethyl-, Methyl-, Propyl-) sind die meistverwendeten Konservierungsmittel in Kosmetika und Nahrungsmitteln. Aus allergologischer Sicht gelten sie als äußerst sicher. Routinemäßige Tests mit Parabene in Europa zeigen geringe Sensibilisierungsraten (meist weniger als 1,0 %), 1,6 % in Deutschland und 1,8 % in USA. Die meisten Fälle von Sensibilisierungen auf Parabene werden durch topisch zu applizierende pharmazeutische Präparate bei Verwendung auf ekzematöser Haut oder bei Ulcus cruris ausgelöst.
Auf nicht-vorgeschädigter Haut ist eine Sensibilisierung praktisch nicht zu erwarten, wie durch Untersuchungen gezeigt werden konnte. In Anbetracht der sehr breiten Verwendung auch auf vorgeschädigter Haut ist die Häufigkeit von allergischen Reaktionen nicht häufig.
Epikutantestung
Block Hermal-Standard, Parabene-Mix:
- Butyl-4-hydroxybenzoat
- Ethyl-4-hydroxybenzoat
- Methyl-4-hydroxybenzoat
- Propyl-4-hydroxybenzoat
Literatur: 6, 23