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Oregano
Typ I-Nahrungsmittelallergen
Origanum vulgare, Fam.: Labiatae
Vorkommen/Beschreibung
Das Oregano ist vor allem im östlichen Mittelmeerraum und im westlichen Asien verbreitet. Es handelt sich um eine Staude, die bis zu 60 cm hoch wird und meist wild auf trockenen Wiesen, Weiden, Böschungen, sonnigen Hängen oder in lichten Gebüschen und Wäldern wächst. In Süddeutschland wird vor allem eine Unterart als Wintermajoran kultiviert.
Die Pflanzen verströmen eine würzigen, stark aromatischen Duft. Sie schmecken scharf bitter-herb dank eimem Bittersotff und 0,25 bis 4 % ätherischem Öl aus neun Monoterpenen.
Der Oregano wird als Küchengewürz verwendet, das grüne Kraut dient dabei fein geschnitten als Salat- oder Aufstrichwürze. Als Trockengut gemahlen ist Oregano ein traditionelle Wurstgewürz sowie ein beliebtes Pizzagewürz. Oregano findet darüber hinaus Verwendung zur Geschmacksveredelung und Garnierung von Suppen, Soßen, Gemüse- und Fleischgerichten. Oregano ist zudem Bestandteil zahlreicher Kräuterteemischungen sowie findet Verwendung als Umschlag oder in Kräuterkissen.
Allergologische Relevanz
In sehr seltenen Fällen Auftreten von Nahrungsmittelallergien. Beobachtet wurde z.B. eine schwere anaphylaktische Reaktion nach Essen einer mit Oregano gewürzten Pizza. Zudem wurde eine anaphylaktische Reaktion nach Genuss von Oregano und Thymian beschrieben.
Ggf. kann eine Kreuzreaktivität zu anderen Gewürzen der Familie der Lippenblütler (Thymian, Basilikum, Majoran, Minze, Salbei) bestehen.
Diagnostik
Prick/Scratch mit Nativmaterial, RAST (Ph.)
Literatur: 1, 2, 3
Benito et al: Labiatae allergy: systemic reactions due to ingestion of oregano and thyme. Ann Allergy Asthma Immunol 76, 416-418 (1996)