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Oliven 

Ölbaum, Olivenbaum; Olea europaea, Fam.: Oleaceae 

Vorkommen 

Der Olivenbaum, vor Jahrtausenden im Westen Asiens angebaut, gelangte im ersten Jahrtausend vor Chr. nach Italien und ist heute im Mittelmeerraum weit verbreitet. Dort ist er einer der ältesten Kulturpflanzen und wird wegen der ölhaltigen Steinfrüchte geschätzt. Es ist ein gedrungen wirkender 10 bis 16 m hoher und über 1000 Jahre alt werdender Baum. Blütezeit April bis Juni. Die Steinfrucht (= Olive) findet Verwendung als Rohfrucht und Öl. Ölivenöl enthält eine hohen Anteil (einfach) ungesättigter Fettsäuren und ist daher als nahrungsphysiologisch wertvoll anzusehen. 

Typ I-Reaktion 

Während in den südlichen Regionen Europas rhinokonjunktivale und auch asthmatische Beschwerden häufig durch eine Olivenbaumpollenallergie ausgelöst werden (bis zu 36 % aller Pollenallergiker), gibt es lediglich einzelne Fallbeschreibung von IgE-vermittelten anaphylaktischen Reaktionen (gen. Urtikaria, Angioödem, Dyspnoe und Blutdruckabfall) auf Oliven und auch auf Olivenöl. 

Derzeit sind 9 Olivenpollenallergene bekannt: Ole e1 bis Ole e9. Das Hauptallergen ist dabei Ole e1, das mehr als 70 % der Pollenallergien verursacht. Auch bei Ole e2, Ole e8 und Ole e9 handelt es sich um Majorallergene. Einige dieser Allergene, so wie Ole e2 (Profilin) und Ole e3 (Polcalcin) sind für Kreuzreaktionen verantwortlich. 

Kreuzreaktionen bestehen innerhalb der Familie der Oleaceae zwischen Ölbaum-, Flieder- und Eschepollen. Eine Kreuzreaktivität zur oben beschriebenen Olivenfrucht-Allergie ist dabei jedoch kaum anzunehmen, ansonsten müsste diese Nahrungsmittelallergie vor allem in südlichen Regionen Europas des öfteren beobachtet werden, da die Olivenpollen in diesen Ländern häufig Ursachen einer Respirationsallergie sind. Möglicherweise handelt es sich um ein Olivenfrucht-spezifisches Allergen 

Diagnostik 

Prick/Scratch mit nativen Oliven, RAST auf Olivenpollen 

Typ IV-Reaktion 

Kontaktallergische Reaktionen auf Olivenöl können in seltenen Fällen auftreten. Beobachtet wurden Kontaktdermatitiden, bei denen Olivenöl zur Hautpflege oder zur Hautbehandlung insbesondere bei Unterschenkelekzem eingesetzt worden war. Die Anwendung unter okklusiven Bedingungen kann zu ausgeprägten Hautreizungen führen. 

Auch das Holz das Olivenbaumes kann zu einer Kontaktdermatitis führen. 

Literatur: 3, 335 

Azofra: Olive allergy. Allergy 59. 559 (2004) 

Rodriguez et al: Allergenic diversity of the olive pollen. Allergy 57, 6-16 (2002) 

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