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Mango
Magnifera indica, Fam.: Anacardiaceae
Vorkommen
Bei der Mango, einer in den Tropen weit verbreiteten und häufig angebauten Frucht, handelt es sich um ein Mitglied der Familie der Cashewnüsse (Anacardiaceae). Mangos werden heute im gesamten Tropengebiet bis in die Subtropen in ca. 1000 Sorten angebaut. Nach der Banane handelt es sich um die wichtigste in den Tropen produzierte Obstart. Mangos sind reich an Vitamin A, C und D und werden oft in tropischen Fruchtsalaten verwendet.
Typ I-Reaktion
In der Literatur wird über seltene anaphylaktische Reaktionen (Urtikaria, Angioödeme, Atemnot, Schock) auf Mangofrüchte berichtet (4 Fälle bei 10 und 11), möglicherweise deshalb, weil der Verzehr dieser Früchte in Europa bis vor wenigen Jahren selten war. Es ist davon auszugehen, dass bei steigendem Verbrauch auch die Zahl der allergischen Reaktion auf Mango ansteigen wird.
Kreuzreaktionen können innerhalb der Familie der Anacardiaceae auftreten, vor allem mit Pistazien und Pirunüssen; aber es sind auch Reaktionen auf die Sellerie-Beifuß-Gewürzgruppe (Umbelliferae/Korbblüter) einerseits und der Mangofrucht andererseits beschrieben. Es kann dabei von einer Beifußpollen-assoziierten Mangoallergie gesprochen werden. Ursächlich dafür sind neben dem kreuzreagierenden Profilin (15 kD) andere Allergenstrukturen, die jedoch z.Zt. wegen der sehr instabilen Mangoallergene nur unvollständig charakterisiert werden können.
Diagnostik
RAST (Ph.) und Prick/Scratch mit frischen Produkten (kommerzielle Produkte enthalten nicht alle oder instabile Allergene), evtl. orale Provokation
Typ IV-Reaktion
Blätter, Äste und Rinde von Mangobäumen enthalten Uroshiol (3´5´-Pentadecylcatechol) und Cardol sowie weitere, als Kontaktallergene bekannte Substanzen, wie beta-Pinen und Limonen. Eine allergische Kontaktdermatitis kann durch Schälen und Essen der Früchte ausgelöst werden.
Literatur: 1, 2, 3, 288, 289