Mandeln
Typ I-Soforttypallergen
Mandelbaum, Amygdalus communis, Fam.: Rosaceae
Vorkommen
Der Mandelbaum ist in Mittel- und Vorderasien beheimatet. Vorkommen auch rund um das Mittelmeer und in warmen Regionen Mitteleuropas. Die Mandel ist der Kern einer Steinfrucht, der je nach Vorhandensein oder Abwesenheit eines Glykosids (Amygdalin) süß oder bitter schmeckt. Mandeln enthalten bis zu 50 % Öl und 25 - 35 % Protein. Die Fruchtkerne der Süßmandel werden roh gegessen und zur Herstellung von Konditoreierzeugnissen, Schokoladen und Likören eingesetzt. Mandeln bilden die wichtigste Grundlage des Marzipans. Mandelöl findet als Salbengrundlage Verwendung. Das Bittermandelöl wird für die Herstellung von Parfüms, Kosmetika und Seifen verwendet.
Allergologische Relevanz
Verglichen mit der Haselnussallergie kommen Sensibilisierungen gegenüber Mandeln selten vor. Klinische Symptome nach Mandelverzehr finden sich bei 1,8 % bis 10,7 % der Nahrungsmittelallergiker (10, 11). Klinisch steht bei der Mandelallergie eine oropharyngeale Symptomatik im Vordergrund. Jedoch reichen auch geringste Allergenmengen aus, um schwere anaphylaktische Reaktionen auszulösen. Mandeln verlieren ihre allergene Potenz nur teilweise durch Erhitzen. Eine Sensibilisierung auf Mandeln besteht besonders häufig bei Patienten mit einer Allergie auf Birkenpollen, Haselnuss bzw. Leguminosen.
Über eine allergische Reaktion auf Mandelpollen wird nicht berichtet; sie besitzen wohl keine klinische Relevanz; lediglich im Hauttest lassen sich häufig Sensibilisierungen bei Patienten mit Frühblüherpollinosis (insbesondere mit Birkenpollen) nachweisen.
Diagnostik
Prick/Scratch mit Nativmaterial, RAST (Ph.), ggf. orale Provokation.
Literatur: 1, 2, 3