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Mais
Typ I- Soforttypallergen
Zea mays, Fam.: Gramineae/Poaceae
Vorkommen
Bis 3 m hohe, alte Kulturpflanze der indianischen Hochkulturen Amerikas. Feld- oder Körnermais ist in Deutschland seit etwas 50 Jahren eine großflächig angebaute Futterpflanze, die frisch gehäckselt als Grünfutter oder zu Silage vergoren vor allem bei Milchkühen als Futtermittel eingesetzt wird. Blütezeit: Juli bis September.
Allergologische Relevanz
Systemische Maisallergien sind extrem selten (2 Fälle bei 10), scheinen jedoch zunehmend aufzutreten. Auch schwere Verlaufsformen wurden beschrieben, u.a. der Fall einer Soforttyp-Allergie auf Mais mit Quincke-Ödem und Heiserkeit nach Genuss von Popcorn aus Mais. In der Scratchtestung fanden sich positive Sofortreaktionen auf Maismehl, Maisgries, Kellog´s Corn-Pops. Häufiger findet sich ein orales Allergiesyndrom (insgesamt 9 Fälle bei 11).
Maispollen spielen offenbar bei uns unter den Gräserpollen keine erkennbare Rolle. Eine primäre Maispollenallergie ist selten. Allergische Kreuzreaktionen bei einer primären Gräser-/Getreidepollen-Allergie auf Maispollen ist zwar möglich, jedoch wegen der schlechten Flugeigenschaften von Maispollen nur in Feldnähe zu erwarten und deshalb klinisch nur selten relevant. Maispollen sind daher auch im Aeroplankton nicht oder nur in sehr geringer Konzentration enthalten und können folglich auch bei der Pollenflugvorhersage vernachlässigt werden.
Die Pollen werden wegen ihrer Größe und der anhängenden Exinefäden nur über kurze Strecken in der Luft transportiert. Daher treten allergische Reaktionen allenfalls in Maisanbaugebieten, insbesondere bei Beschäftigten in den Maisfeldern auf. Bei den betroffenen können Rhinokonjunktivitis und Asthma bronchiale auftreten. Beschrieben ist auch der Fall einer allergischen Reaktion mit Beteiligung der Atemwege nach oralem Genuss von Maispollen.
Diagnostik
Prick, i.c. (Maispollen, Maiskleie, Maismehl) mit kommerziellen Extrakten (Al.), Prick/Scratch mit Nativmaterial, RAST (Ph.: Maispollen, Maismehl), ggf. nasale Provokation (Al.)
Therapie
ggf. Hyposensibilisierung (Al.)
Literatur: 1, 2, 3
Gonzalo-Garijo et al: Hypersensitivity to maize pllen. Allergy 59, 365 (2004)
Schubert et al: Untersuchungen zur Antigenverwandtschaft von Gräser-, Getreide- und Maispollen. Allergo J 14, 209-213 (2005)