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Lupine
Typ I-Soforttypallergen
Lupinus spp., Fam.: Leguminosen
Vorkommen
Lupinen kommen natürlicherweise in den Mittelmeerländern und im Western der USA vor, bei uns werden sie weit verbreitet in Gärten als Zierpflanzen angepflanzt. Lupinenmehl aus dem Samen der Lupinen findet heute eine weite Verbreitung in der Nahrungsmittelindustrie, vor allem als Zusatz zu Getreidemehlen und als Emulgator.
Allergologische Relevanz
Nach entsprechender Aufnahme sind vereinzelt allergische Reaktionen beschrieben, zumeist in Verbindung mit einer Erdnuss-Allergie. Beschrieben ist der Fall eines Patienten, der nach Genuss einer Pizza mit einem schweren Status asthmaticus reagierte, welcher eine Intubation auf der Intensivstation nötig machte; gleichzeitig besteht eine hochgradige Erdnussallergie, die jedoch als Ursache ausgeschlossen werden konnte. Auch das Auftreten eines Quincke-Ödems des Gesichts sowie von Abdominalschmerzen wurde bei einer Patienten nach Genuss eines Lebkuchens mit deklariertem Zusatz von Lupinenmehl beobachtet. Die Lupinensensibilisierung wurde in beiden Fällen mittels positiven Prick und Nachweis von spezifischem IgE bestätigt werden.
Allergische Reaktionen auf Lupinen kommen sowohl im Rahmen von Kreuzreaktionen auf andere Leguminosen wie Erdnüsse, Kichererbsen und weiße Bohnen vor, als auch als isolierte Sensibilisierungen.
Lupinenpollen sind sehr selten Auslöser einer Pollinosis.
Diagnostik
Prick mit Nativmaterial, RAST (Ph.: Lupine, Lupinensamen)
Literatur: 1, 2
Wüthrich et al: Die Pizza: eine Quelle von unerwarteten Allergenen - anaphylaktische Reaktion auf Lupinenmehl im Pizzateig und in einem Lebkuchen. Allergologie 27, 205-502 (2004)