Kupfer
Typ IV-Kontaktallergen
Vorkommen
Kupfer ist ein rot-braunes Metall mit einer sehr hohen elektrischen Leitfähigkeit. Kupfer ist in vielen Legierungen enthalten. Kupfer und Kupferlegierung werden in metallverarbeitenden Betrieben, u.a. in der Elektroindustrie, im Installationsgewerbe, in Schmuck und Modeschmuck verwendet. Von den mehr als 20 verschiedenen ein- und zweiwertigen Kupferverbindungen wird z.B. Kupfer(II)-sulfat als Konservierung von Häuten (Leder), in Anstrichfarben oder in Düngemitteln eingesetzt. Täglich werden etwa 100 mg Kupfer mit der Nahrung aufgenommen.
Im medizinischen und zahnmedizinischen Bereich ist es Bestandteil von.
- medizinischen Bädern
- Intrauterinpessaren (Kupfer T)
- Legierungen zum Zahnersatz
- Allergologische Relevanz
Das allergene Potential von Kupfer ist als sehr niedrig einzuschätzen. Die Zahl der in der Literatur beschriebenen und eindeutig nachgewiesenen Kupferallergien ist sehr gering. Es handelt sich dabei fast ausschließlich um Einzelbeschreibungen, die entweder beruflich oder durch das Tragen von kupferhaltigen Intrauterinpessaren verursacht werden. Das Allergen ist das Metall selbst.
Kupfer kommt naturgemäß fast immer mit anderen Metallen, z.B. mit Nickel vor. Nur in aufwendigen und teuren Verfahren ist es möglich, Kupfer nickelarm herzustellen, wie dies z.B. für die Herstellung von Kupferspiralen (IUP) durchgeführt wird. Die gelegentlich bei Nickel- bzw. Kobaltallergikern beobachteten Reaktionen auf Kupfersulfat sind in einigen Fällen auf die mit diesen Metallen verunreinigten Kupfertestlösungen zurückzuführen.
Bronze ist eine Legierung aus Kupfer und Zinn. Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Andere Metalle wie Eisen, Nickel, Zinn, Aluminium u.a. werden manchmal zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit und der Korrosionsbeständigkeit zugesetzt.
Epikutantestung
Block Hermal Diverses; Testkonzentration: als Kupfersulfat 1 % in Wasser
Wie alle Metalle kann die Testsubstanz zu falsch-positiven (irritativen) Hautreaktionen führen. Das Ablesen und Interpretieren der Reaktion ist erschwert, da die Epikutantests nicht das klassische Bild einer Ekzemreaktion zeigen, sondern oft eine diffuse Rötung mit wenigen Papeln und Vesikeln zu beobachten ist sowie innerhalb oder außerhalb des Testareals auftretende dunkle Flecken.
Literatur: 4, 6, 250