Suchbegriffe zu diesem Artikel: Nahrungsmittelallergene

Kohl 

Typ I-Nahrungsmittelallergene 

Fam.: Cruciferae 

Brassica oleracea L var. capitata: Kohl, Kopfkohl, Weiß- und Rotkohl, Weiß- und Rotkraut 

var. sabauda: Wirsing 

var. botyris: Blumenkohl 

var. gemmifera: Sprossen- oder Rosenkohl 

var. italica Plenck: Brokkoli 

Brassica chinensis L: Chinakohl 

Vorkommen 

Der Anbau des Kohlkopfs ist heute, von den alten Anbaugebieten im Mittelmeergebiet, Vorderasien und Europa ausgehend, über die ganze Erde verbreitet. Weiß- und Rotkohl wird roh zu Salaten, gekocht oder nach Gärung mit Milchsäure zu Sauerkraut verarbeitet. Der Blumenkohl wird meist gekocht als Gemüse, zuweilen aber auch roh oder in Essig eingelegt als Salat verzehrt. Der Brokkoli lässt sich als eine Fortentwicklung des Blumenkohl auffassen. Er wird nahezu ausschließlich in gekochter Form verzehrt. 

Allergologische Relevanz 

Allergische Reaktionen auf Kohlgemüse sind extrem selten (kein Fall bei 10 und 11). Literaturberichte liegen lediglich über eine Patientin mit Soforttypallergie (abdominelle Beschwerden, Quincke-Ödem, gen. Urtikaria und Dyspnoe) bei Verzehr von China- und Blumenkohl, über eine atopischen Patientin mit Gesichtsschwellung nach Verzehr von Krautsalat und über 2 Fälle von Kontakturtikaria auf Kohlgemüse vor. 

Diagnostik 

Prick, i.c. (Al.: Blumenkohl), RAST (Ph.: Kohl, Rosenkohl, Brokkoli, Blumenkohl) 

Literatur: 1, 2, 3, 231 

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