Jasmin
Echter/Großblütiger/Spanischer Jasmin, Jasminum grandiflorum, Fam.: Oleaceae
Heimat des Jasmins ist der Himalaja, er wird aber überall in den Mittelmeergebieten, besonders in Südfrankreich und Süditalien kultiviert. Jasmin wird in erster Linie für die Gewinnung des Jasminöls verwendet, das in der Parfümerie, Kosmetik und in Toilettenartikeln weiterverarbeitet wird. Vorkommen auch in Jasmintees. In preiswerten Parfüms findet man ausschließlich synthetisches Jasmin.
Falscher Jasmin, Fam.: Philadelphus coronarius/Pfeifenstrauchgewächse
Bis 3 m hoher Strauch mit weißen, stark duftenden Blüten. Er ist ein häufiges Zierholz. Insektenbestäubt. Blütezeit Mai bis Juni.
Typ IV-Reaktion
Kontaktallergien mit direkten Kontakt zu Jasmin sind sehr seltene Ereignisse relativ häufig beruhen sie auf dem Kontakt mit Jasminöl in Parfüms und Kosmetika. In der Mehrzahl der Fälle war nicht das echte Jasminöl, sondern das synthetisch hergestellte Jasminöl die Ursache.
Die für die Jasminöl-Allergie verantwortlichen Sensibilisatoren sind nicht bekannt. In Frage kommen Benzylacetet, der Hauptbestandteil, alpha-Amylzimtaldehyd, der vor allem im synthetischen Jasminöl vorkommende Zimtaldehyd und weitere Verbindungen wie Benzylalkohol, Geraniol, L-Terpineol und Eugenol.
Epikutantestung
Jasminöl 1-2 % in Vaseline, synth. Jasminöl 10 % in Vaseline. Inhaltsstoffe des Jasminöls sind im Duftstoff-Mix (Hermal) enthalten.
Typ I-Reaktion
Jasminpollen sind ein unbedeutendes Allergen, da keine großen Pollenmenge freigesetzt werden.
Diagnostik
Prick, i.c. (Al.), ggf. nasale Provokation (Al.)
Therapie
ggf. Hyposensibilisierung (Al.)
Literatur: 3