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Suchbegriffe zu diesem Artikel: Isocyanate

Isocyanate 

Typ I-Reaktion 

Isocyanate gehören zu den wichtigsten Auslösern eines beruflich bedingten Asthma bronchiale. Aufgrund unterschiedlicher Pathomechanismen lässt sich das Isocyanat-Asthma in eine nicht-allergische und eine allergische Form unterteilen. Isocyanate wirken stark irritierend, die meisten Symptome des Respirationstraktes und der Augen werden durch unspezifische Reize ausgelöst. Nur etwa 15-20 % der Fälle sind immunologisch ausgelöst. Nach Schätzungen entwickeln etwa 5 bis 10 % der über längere Zeit exponierten Arbeiter diese Berufskrankheit. Die häufigsten hierfür verantwortlichen Verbindungen sind: 

  • Toluol-diisocyanat (TDI) 
  • Hexamethylen-diisocyanat (HDI) 
  • Diphenylmethan-diisocyanat (MDI) 
  • Napthalin-diisocyanat (NDI) 
  • Isophoron-diisocyanat (IPDI) 
  • Dicyclohexylmethandiisocyanat (HMDI) 

Isocyanate werden vor allem in der Kunststoff-Industrie, Metallurgie und Bauwirtschaft eingesetzt. 

Symptome einer inhalativen Allergie können Rhinitis, trockener oder produktiver Husten sowie Atemwegsobstruktion und Dyspnoe sein. Es werden drei zeitliche Reaktionstypen unterschieden: 

  • Der Soforttyp mit Auslösung eines Asthma-Anfalls wenige Minuten nach der Exposition 
  • Der Spättyp mit Auslösung des Anfalls mehrere Stunden nach der Exposition 
  • Der gemischte Typ, der sowohl Sofort- als auch Spättyp-Symptome erfasst 

Die Diagnose ist oft schwierig zu stellen. Insbesondere ist eine detaillierte Anamnese zu Aufdeckung der Ursachenzusammenhänge unerlässlich. Ein verlässlicher Hauttest steht nicht zur Verfügung. Serologische Verfahren für die Bestimmung von IgE- oder IgG-Antikörpern existieren zwar, sind jedoch bisher nur von begrenztem Aussagewert. Spezifisch beweisend ist der bronchiale Provokationstest. 

Nach Diagnosestellung ist die Prognose eines Isothiocyanat-Asthmas von verschiedenen Faktoren wie der respiratorischen Funktion bei Diagnosestellung, Grad der unspezifischen Hyperreagibilität des Bronchialsystems, Expositionsdauer, Reaktionstyp abhängig. Nach der Exposition persistieren die Symptome bei einem hohen Prozentsatz der Betroffenen noch über Jahre hinaus. 

Diagnostik 

RAST (Ph.: TDI, MDI, HDI) 

Typ IV-Reaktion 

Zu Isocyanaten als Kontaktallergene siehe unter ”Kunststoffe”, ”Diphenylmethan-diisocyanat”, “Hexamethylen-diisocyanat“, “Isophoron-diisocyanat” und  ”Toluylen-diisocyanat” 

Literatur: 184 

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