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Gerste
Typ I-Nahrungsmittelallergen
Inhalatives Typ I-Soforttypallergen
Hordeum vulgare, Fam.: Gramineae
Verwendung
Gerste scheint die am frühesten in Kultur genommene Getreideart zu sein. Heute findet sie sich im gemäßigten Klima, ist aber noch weiter nach Norden und Süden als der Roggen verbreitet und gedeiht in den Subtropen und Tropen. Gerste wird in unseren Regionen vor allem zur Bierherstellung genutzt (siehe hierzu auch unter ”Malz”), in geringerem Maße unmittelbar als Nahrungsmittel (Graupen, Grütze). Als Brotgetreide für Fladenbrot wird Gerste in Entwicklungsländer mit extremem Klima eingesetzt. Daneben wird es zur Erzeugung von Kornbranntwein und Whiskey genutzt.
Allergologische Relevanz
Gerstenmehl kann inhalativ wie auch oral sensibilisieren. Nahrungsmittelallergien auf Gerste finden sich im Vergleich zu Weizen und auch zu Roggen wesentlich seltener (lediglich 6 Fälle bei 10, 11).
Analog dem Weizen enthält Gerste einen alpha Amylase-Inhibitor mit der Bezeichnung Hor v1 (siehe auch unter “Getreide”) . Weitere Gerstenallergene sind eine alpha- und beta-Amylase (54 und 64 kD).
Diagnostik
Prick, i.c. mit Gerstenmehl, -kleie (Al.), RAST (Ph.: Gerstenmehl)
Pollen
Gerste ist zum Teil nur selbst bestäubend und setzt daher nur relativ geringe Pollenmengen frei und ist daher allenfalls in seltenen Fällen von regionaler Bedeutung bei der Auslösung einer Pollinosis (Juni bis Juli).
Diagnostik
Prick, i.c. (Al.), RAST (Ph.), ggf. nasale Provokation (Al.)
Therapie
ggf. Hyposensibilisierung (Al.)
Literatur: 1, 2, 3