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Gehörgangsekzem 

Gehörgangsekzeme können neben anderen Ursachen auch durch Kontaktallergien bedingt sein. Häufige Auslöser sind lokale Antibiotika (Neomycin, Gentamicin, Framycetin, Polymycin B). Die am häufigsten positiv getesteten Allergene Nickel und Duftstoffmix sind ebenso wie Perubalsam, Kobalt oder p-Phenylendiamin keine spezifischen Allergene bei Patienten mit Gehörgangsekzemen. Nickel ist jedoch am äußeren Ohr ein wesentliches Allergen. 

Bei einem Gehörgangsekzem muss auch an lokal angewandte Kortikoide als Kontaktallergen gedacht werden. Auch Kontaktreaktionen auf Hörgeräte können als Ursache in Frage kommen (u.a. Methylmethacrylat). Bei einem chronischen Gehörgangsekzem sollte auch an Ohrstöpsel als Ursache einer Kontaktallergie gedacht werden. Nachgewiesen werden konnten dabei als Allergene Mercaptobenzothiazol und Tetramethylthiuram. 

Die häufigsten positiv getesteten Allergene bei Patienten mit Gehörgangsekzemen 

Allergen 

positive Testreaktionen (%) 

Nickel-(II-)Sulfat 

Duftstoffmix 

Neomycinsulfat 

Phenylquecksilberacetat 

Kobalt-(II-)chlorid 

Perubalsam 

Kobaltsulfat 

Kolophonium 

Quecksilber-(II-)amidchlorid 

(Chlor)Methylisothiazolinon (MCI/MI) 

Bufexamac 

Gentamicinsulfat 

p-Phenylendiamin 

Tetracain-HCl 

Thiomersal 

10,1 

10,1 

5,8 

6,1 

3,6 

3,6 

10,8 

2,9 

2,9 

2,2 

6,3 

5,9 

2,2 

9,1 

2,1 

Externe Otitiden werden häufig durch ”Problemkeime” wie z.B. Pseudomonas aeroginosa verursacht und können erhebliche therapeutische Probleme aufwerfen. Den Patienten werden nicht selten im Krankheitsverlauf eine Reihe von Otologika verabreicht, deren Inhaltsstoffe potentielle Allergene darstellen. Beim Auftreten einer Typ IV-Allergie verschlechtert sich das Krankheitsbild. 

Als Allergene kommen in Betracht: 

  • der stark sensibilisierende Hilfsstoff Propylenglycol 
  • Konservierungsstoffe, z.B. Thiomersal 
  • die Oberflächenanästhetika vom Estertyp Procain und Tetracain 
  • Neomycinsulfat 
  • Polymyxin 

Diagnostik 

Bei einer therapieresistenten Otitis externa sollte ein Epikutantestung durchgeführt werden, um Kontaktsensibilisierungen zu erfassen bzw. auszuschließen. Neben der Hermal-Standardreihe empfiehlt sich die Testung der Hermal-Reihe Salbengrundlagen und Emulgatoren und ggf. zusätzlich die Testung von weiterer Substanzen der Arzneistoffreihe. 

Literatur: 161, 162 

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