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Suchbegriffe zu diesem Artikel: Farben

Farben/Lacke 

Typ IV-Kontaktallergene 

Die chemische Zusammensetzung von Farben und Lacken ist heute sehr komplex. Schnell härtende Farben enthalten meist Acrylate, die individuell getestet werden müssen infolge ihrer großen chemischen Unterschiede. Daneben spielen in alten und neuen Bioprodukten Terpentin und auch Konservierungsmittel (Chlor)Methylisothiazolon eine Rolle. 

(Chlor)Methylisothiazolinon (Kathon CG) und Benzoisothiazolone können als Konservierungsstoffe in Wandfarben vorkommen und Typ IV-Kontaktallergien auslösen. Selten wird auch über die aerogene Auslösung eines Kontaktekzems durch die je nach Verarbeitung bedingte volatile Übertragung des Allergens aus Wandfarben berichtet. 

Auch Chloracetamid als Konservierungsstoff in Raumfarben kann ein aerogenes Kontaktekzem auslösen. 

Epikutantestung 

Testung von Farben und Lacken 

Substanz 

Konzentration 

Bemerkung 

Farben, Lacke 

10, 50, 100 % (Olivenöl oder Wasser, je nach Löslichkeit) 

bei hohem Gehalt an Lösemitteln zuerst offener Test mit unverdünntem Produkt 

Lackverdünner 

10 % (Aceton) 

zunächst offener Test 

(unverdünnt) 

Literatur: 13, 102, 133, 134 

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