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Suchbegriffe zu diesem Artikel: Eiche

(30.7.2015)

Eichen

Inhalative Typ I-Soforttypallergene, (potenzielle) Typ IV-Kontaktallergene

Vorkommen und Beschreibung

Die Eichen (Quercus) sind eine Laubbaumgattung in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Die Gattung umfasst etwa 400 bis 600 Arten, Die Gattung ist die wichtigste Laubbaumgattung der Nordhalbkugel. Ein Schwerpunkt der Artenvielfalt ist Nordamerika. In Deutschland sind die Eichen nach den Buchen die verbreitetste Laubbaum-Gattung. Das wertvolle Hartholz gut gewachsener Stämme wird bevorzugt zu Furnieren verarbeitet, jedoch auch im Möbelbau verwendet. Die Eiche wird auf Grund eines besonderen Gerbstoffgehaltes in der Rinde aber auch als Heilpflanze eingesetzt. Die Amerikanische Weiß-Eiche (Quercus alba) ist im östlichen Nordamerika beheimatet. In Mitteleuropa ist sie sie selten als Parkbaum anzutreffen.Die Blütezeit liegt im Frühjahr, von Ende März bis Ende Mai. Das Holz wird gerne für Fässer, wie Wein- oder Whiskey-Fässer, verwendet. Quercus infectoria ist in Teilen Südueropas und dem Mittleren Osten heimisch, wächst jedoch auch in Süd- und Süwestasien. Die Eichelgallen (Galläpfel) dieser Eichenart wird bereits seit Jahrtausenden in der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet. Die Traubeneiche (Quercus petraea) ist nach der Stieleiche, die in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Eichenart. Sie blüht von April bis Mai. Das Holz der Traubeneiche wird vielseitig verwendet. Als Heildroge wird die getrocknete, borkenfreie Rinde junger Zweige und Stockausschläge (Quercus cortex) verwendet. Sie enthält bis zu 20 % Gerbstoffe vom Catechin-Typ sowie auch Triterpene. Die Stieleiche (Quercus robur) ist die in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Eichenart. Sie blüht von April bis Mai. Das Holz ist sehr vielseitig verwendbar. Als Arzneidroge dienen die getrocknete Rinde der jungen Zweige und Stockausschläge. Die Rinde enthält bedeutsamme Mengen Gerbstoffen,  wobei es sich in erster Linie um Catechingerbstoffe (Pyrogallol) handelt. 

Der Gallapfel ist eine Pflanzengalle, die im Herbst an der Unterseite von Eichenblättern vorkommt. Er entsteht durch abgelegte befruchtete Eier der Gemein Eichengallwespe. Der Gallapfel enthält unter anderem 55–65 % Gallusgerbsäure (Tannin) und Gallussäure. 

Verwendung als kosmetischer Inhaltsstoff

Quercus alba bark extract (INCI). Extrakt aus der Rinde der Amerikanischen Weiß-Eiche. Funktion: adstringierend

Quercus infectoria gall extract (INCI). Extrakt aus den Gallen von Quercus infectoria. Funktion: antiseborrhoisch, adstringierend

Quercus petraea extract (INCI). Extrakt aus der Rinde der Steineiche. Funktion: antiseborrhoisch

Quercus robor extract (INCI). Extrakt aus der der Stieleiche. Funktion: adstringierend

Allergologie (Relevanz)

Eine Eichenpollenallergie ist gar nicht so selten. Die Hauttestung dieser Allergene sollte daher in das Standardtestprogramm aufgenommen werden. Zumeist bestehen Kreuzreaktionen zu anderen Pollenallergenen, vor allem zu Birken- und Buchenpollen; eine isolierte Eichenpollenallergie ist sehr selten. Eine positive Reaktion muss daher auf ihre klinische Relevanz hin überprüft werden, z.B. mit einem nasalen Provokationstest. 

Allergologische Diagnostik 

Prick, i.c. (Al.), Rast (Ph.), ggf. nasale Provokation (Al.) 

Literatur: 3, 117

https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/lebensmittel/lebensmittelkontrolle/l_09720060405de00010528.pdf?4e90vw

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