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Suchbegriffe zu diesem Artikel: Diphenylmethan, 4, 4´, diisocyanat

Diphenylmethan-diisocyanat (MDI) 

Typ IV-Kontaktallergen 

Siehe auch unter “Isocyanate” 

Vorkommen 

Die Substanz ist in der Kunststoffindustrie ein wichtiges Vorprodukt zur Polyurethanherstellung. Sie kommt z.B. in Montageschäumen (Fugenfüllmaterial) vor. Ferner wird sie bei der Spanplattenherstellung als Bindemittel eingesetzt. 

Allergologie (Relevanz)

Eine allergische Kontaktdermatitis durch MDI ist in einzelnen Fällen beschrieben. Insgesamt sind ca. 20 Fälle dokumentiert. Angesichts der weiten industriellen Verbreitung ist damit eine allergische Reaktion an der Haut als seltenes Ereignis anzusehen, wobei hierfür auch die Vermeidung des Hautkontaktes verantwortlich sein wird. 

Eine Kreuzreaktivität ist möglich mit MDI, TDI und HDI.. 

Epikutantestung 

Block Hermal Lack-, Plastik-, Klebstoffe; Testkonzentration 1 % in Vaseline 

Typ I-Reaktion 

Allergologie (Relevanz)

Auch arbeitsabhängige Soforttypreaktionen in Form von Asthma bronchiale oder Kontakturtikaria können auf diese Substanz beobachtet werden. 

MDI wirkt beim Menschen reizend und sensibilisierend auf die Atemwege. Die irritative Wirkung ist durch die hohe Reaktivität der Isocyanat-Gruppen bedingt. 

Literatur: 6, 20 

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