Cashewnuss
Typ I-Nahrungsmittelallergen
Anacardium occidentale, Fam.: Anacardiaceae
Vorkommen
Die Cashewnuss stammt von einem tropischen Baum und wird aus Südindien, Mosambik, Tansania und Kenia importiert.
Allergologie (Relevanz)
Allergische Reaktionen nach dem Genuss von Cashewnüssen nehmen stark zu. Beobachtet werden werden teils schwere Reaktionen mit kutanen, respiratorischen und gastrointestinalen Symptomen, daneben werden auch häufig anaphylaktische Reaktionen mit Schockreaktion beobachtet. Auch Todesfälle nach dem Genuss von Cashewnüssen sind beschrieben. Nicht selten sind auch Kontaktreaktionen an der Haut zu beobachten.Die Schwere der Cashewnuss-Allergie wird mit der der Erdnuss-Allergie gleichgesetzt. Zwar sind sowohl Kinder als auch Erwachsene betroffen, am risikoreichsten ist die Cashewnuss-Allergie jedoch für junge Kinder mit durchschnittlich 2 Jahren.
Kreuzreaktionen bestehen häufig zur Pistazie aus der gleichen Pflanzenfamilie. Zumeist liegt neben der Cashewnuss-Allergie auch gleichzeitig eine Erdnuss-Allergie vor.
Diagnostik
Prick/Scratch mit Nativmaterial, RAST (Ph.)
Literatur: 1, 2, 3
Rancé et al: Cashew allergy: observation of 42 Kindern without associated peanut allergy. Allergy 58, 1311-1314 (2003)