Buchweizen
Typ I-Nahrungsmittelallergen
Fagopyrum esculentum, Fam.: Polygonaceae (Knöterichgewächse)
Vorkommen
Der Buchweizen, auch Heidekorn genannt, ist eine einjährige krautige Pflanze von 50-80 cm Höhe. Buchweizen ist taxonomisch nicht in die Gruppe von Weizen u. anderen Getreidearten einzuordnen, mit Rhabarber u. Sauerampfer gehört er in die Familie der Knöterichgewächse. Die schwarzbraunen Früchte sind glatte, dreieckige einzelstehende Schließfrüchte, die besonders in früheren Zeiten zur Herstellung von Buchweizengrütze verwendet wurden. Der Samen des Buchweizens wird hauptsächlich als Vogel- und Viehfutter verwendet, wird aber auch zu Grütze, Grieß und Mehl verarbeitet. Vorkommen: ”Vollwertkost”, Nudeln, Koch- und Backspezialitäten (z.B. Buchweizen-Crepe).
Allergologie (Relevanz)
Als wichtiges Nahrungsmittel ist der Buchweizen vor allem in asiatischen Länder, bes. Japan, anzutreffen. Hier wurde auch über mehrere Fälle ingestiver und inhalativer Allergien berichtet. In Deutschland sind nur vereinzelte allergische Reaktionen beschrieben, in Form von systemischen IgE-vermittelten Soforttypreaktionen. Bei der zunehmenden Verwendung insbesondere in sogenannten Vollwertprodukten und Gebäckspezialitäten ist jedoch mit einer zunehmenden Zahl von schweren anaphylaktischen Reaktionen zu rechnen. Bei der gelegentlich sehr hochgradigen Sensibilisierung können bereits Spuren zu massiven Reaktionen führen.
Die durch Buchweizenmehl hervorgerufenen Symptome können durch inhalative und perorale Zufuhr von Buchweizenmehl auftreten. Sie umfassen urtikarielle Beschweren, Asthma bronchiale, Konjunktivitis und Rhinitis. Besonders betroffen sind anscheinend Personen, die beruflich mit der Verarbeitung von Buchweizen beschäftigt sind (beschrieben sind z.B. die Fälle von Asthma bei der Nudelherstellung oder Kontakturtikaria in einer Creperie).
Diagnostik
Prick mit kommerziellem Extrakt, Scratch mit nativem Buchweizenmehl, RAST (Ph.), ggf. Provokation
Literatur: 2, 3, 97, 98, 99
Riffelmann: Anaphylaktische Reaktion auf Buchweizen. Allergologie 28, 156-159 (2005)