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Suchbegriffe zu diesem Artikel: Buche

(9.6.2015)

Buche 

Inhalatives Typ I-Soforttypallergen, (potenzielles) Typ IV-Kontaktallergen

Rotbuche, Fagus silvatica, Fam.: Buchengewächse/Fagaceae 

Großblättrige Buche, Fagus grandifolia 

Hainbuche (siehe dort) 

Vorkommen und Beschreibung

Einhäusiges Baumgewächs mit wechselständigen, ungezackten, einfachen Blättern; männliche Blütenstände in Form von hängenden Kätzchen; glatte, graue Rinde. Die Früchte, die essbaren dreieckigen Bucheckern, sind zu zweit oder dritt in einem vierteiligen Fruchtbecher eingeschlossen. Das trockene Laub bleibt oft während des Winters erhalten. Blütezeit: Mai bis Juni (Mittelblüher). Die Blütezeit der Buche im Mai schließt sich an diejenige der Birke im April an und liegt zeitgleich mit dem Beginn der Gräserblüte. Eine Buchenpollenallergie kann deshalb anamnestisch schwer von einer Birken- oder Gräserpollinose abgrenzbar sein.

Verwendung als kosmetischer Inhaltsstoff

Fagus sylvatica extract (INCI). Extrakt aus den Blättern der Rotbuche. Funktion: kräftigend

Allergologie (Relevanz) 

Buchenpollen besitzen eine geringe allergologische Bedeutung. Die Mehrzahl der relevant Sensibilisierten weist auch eine Birkenpollensensibilisierung auf, so dass es sich wahrscheinlich um eine Kreuzreaktion handelt. Diese ist bedingt durch eine enge Verwandtschaft von Buchengewächsen und Birkengewächsen (Betulaceae). In einzelnen Fällen finden sich jedoch auch isolierte Buchenpollensensibilisierungen. Die Austestung von Buche bei Pollinosesymptomatik im April und Mai, insbesondere bei fehlendem Korrelat mit Leitpollen, ermöglicht eine differenzierte Immuntherapie bei relevant Sensibilisierten. 

Allergologische Diagnostik 

Prick, i.c. (Al.), RAST (Ph.), ggf. nasale Provokation (Al.) 

Therapie 

ggf. Hyposensibilisierung (Al.) 

Literatur: 3, 95

https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/lebensmittel/lebensmittelkontrolle/l_09720060405de00010528.pdf?4e90vw

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