Birke
Inhalatives Typ I-Soforttypallergen
Syn. Hängebirke, Warzenbirke, Weißbirke, Betula pendula, Fam.: Betulaceae/Birkengewächse
Seltenere Arten: Moorbirke (B. pubescens), Strauchbirke (B. humilis)
Vorkommen
Einhäusiges Baumgewächs mit wechselständigen, dreieckigen Blättern; männliche Blüten in Form hängender Kätzchen. Unten schwarzer, weiter oben weißer Stamm, dessen Borke sich in Querstreifen abschilfert. Sehr verbreitet in trockenen Wäldern, Dickicht und Heide, auf mageren, sandigen und sauren Böden. Blütezeit April bis Mai (Mittelblüher)
Allergologie (Relevanz)
Birkenpollen sind die bedeutensten und aggressivsten Baumpollenallergene. Hauptallergen Bet v1 (MG 17.000), Bet v2 (MG 14.000). Sehr häufiges Auftreten von inhalativen Typ I-Allergien – 19 - 25 % der Pollinotiker in Mitteleuropa sind gegenüber Birkenpollen sensibilisiert. Kreuzreaktionen durch Bet v1 und Bet v2, zu denen aber noch weitere kommen, erklären die relative häufigen Kreuzreaktionen bei Birkenpollenallergikern (50 - 93 %), die in nicht seltenen Fällen auch klinisch relevant sind.
Bei Bet v2 handelt es sich um ein Birkenpollenprofilin, etwa 20 % der Birkenpollenallergiker haben Antikörper gegen Profilin.
Das Major-Allergen Bet v1 spielt eine wichtige Rolle für Kreuzreaktionen. Bei Bet v1 handelt es sich um ein sogenanntes Pflanzen-Abwehr-Protein (pathogenesis related; PR-Antigen). Aus taxonomischen Gründen finden sich dabei kreuzreagierende Allergenen innerhalb der Ordnung der Fagales, so z.B. in den Pollen der Weißbuche (Car b1), der Haselnuss (Cor a1), der Erle (Aln g1), der Eiche (Que a1) und der Kastanie (Cas a1).
Patienten mit einer nachgewiesenen Sensibilisierung gegen Birkenpollen sind in erhöhtem Maße gefährdet, gleichzeitig eine pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie zu entwickeln. Dabei scheint der Sensibilisierungsgrad gegen Birkenpollen maßgeblich für die Entwicklung einer Nahrungsmittelallergie zu sein. Je höher der Sensibilisierungsgrad gegen Birkenpollen, desto höher die Koinzidenz.
Klinisch manifestiert sich diese pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie als orales Allergiesyndrom. Auftreten können auch Nahrungsmittelallergien auf Frühjahrshonig (siehe bei Honig), Kontakturtikaria auf Birkenzweige und Verschlechterung eines atopischen Ekzems während des Pollenfluges. Kreuzreagierende Strukturen bestehen auch zu Latex (Hevein-Präprotein)
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Antigengemeinschaften von Birken-, Erlen-, Haselpollen (Betulacae)
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Nahrungsmittelgruppe
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Deutscher Name
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Botanische
Bezeichnung
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Pflanzenfamilie
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Nüsse
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Haselnuss
Mandel
Paranuss
Walnuss
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Corylus avellana
Prunus dulcus
Bertholletia excelsa
Juglans regia
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Betulaceae
Rosaceae
Lecythidaceae
Juglandaceae
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Kernobst
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Apfel
Birne
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Malus domestica
Pyrus communis
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Rosaceae
Rosaceae
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Steinobst
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Pfirsich
Kirsche
Pflaume
Aprikose
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Prunus persica
Prunus avium
Prunus domestica
Prunus armeniaca
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Rosaceae
Rosaceae
Rosaceae
Rosaceae
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Gemüse
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Kartoffel
Sellerie
Karotte
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Solanum tuberosum
Apium graveolens
Daucus carota
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Solanacae
Umbelliferae
Umbelliferae
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Exotische Früchte
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Kiwi
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Actinidia chinensis
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Actinidiacae
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Diagnostik
Prick, i.c. (Al.), RAST (Ph.), ggf. nasale Provokation (Al.)
Therapie
ggf. Hyposensibilisierung (Al.)
Literatur: 3, 89, 90