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Banane
Typ I-Nahrungsmittelallergen
Musa paradisica, Fam.: Musaceae
Vorkommen
Die sehr wahrscheinlich aus Südostasien stammende Pflanze war bereits im ausgehenden Mittelalter in den Tropen der ganzen Welt verbreitet. Bananen kommen heute meist aus Mittel-/Südamerika und von den Kanarischen Inseln. Unterschieden werden etwa 200 Zuchtsorten. Neben dem Rohverzehr werden Bananen zu Dörrobst und Mehl verarbeitet (Diätkost, Brotzusatz).
Allergologie (Relevanz)
Trotz der seit langem in großen Mengen verzehrten Bananen sind Nahrungsmittelallergien eher selten, jedoch wird eine zunehmende Zahl beobachtet. Bei (10) fanden sich zunächst ca. bei 1 % der Patienten eine systemische Nahrungsmittelallergie, später (11) bei 5,7 %, davon bei ca. 2 % ein orales Allergiesyndrom. Bei den systemischen Reaktionen kann die Symptomatik bis zum dramatischen anaphylaktischen Schock reichen.
Das wichtigste Antigen ist Ban Lec-1, ein Lektin, welches im Bereich einer 30 kDa-Fraktion liegt.
Bei den Kreuzallergien ist insbesondere die gegen Latex wichtig. Dabei tritt meist zuerst die Latexallergie auf; dies erklärt vermutlich auch die zunehmende Zahl von Bananenallergien im Zuge der zunehmenden Latexsensibilisierungen. Jedoch kann auch die Bananenallergie zuerst auftreten. Weitere Kreuzreaktionen könne auftreten mit Wassermelonen, der gesamten Kürbisfamilie, mit Kastanien, Avocado, Pfirsich, Mandarine, Erdbeere, Guave. Eine besondere Rolle soll dabei ein Allergen, das der 30 kDa-Fraktion angehört, spielen. Isolierte Bananenallergien wurden jedoch ebenfalls beschrieben.
Zu berücksichtigen ist auch, dass Bananen einen hohen Serotoningehalt besitzen, dies könnte eine allergische Reaktion imitieren.
Diagnostik
Prick und i.c. mit kommerziellem Extrakt (Al.), Scratch und Reibetest mit nativem Material, RAST (Ph.)
Literatur: 1, 2, 3, 65, 66