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Avocado
Typ I-Nahrungsmittelallergen
Persea americana, Fam.: Lauraceae
Vorkommen
Die Avocado (eine Beere) wächst auf dem im tropischen Südamerika beheimateten Aguacate-Baum. Auch in Europa erfreut sie sich immer größerer Beliebtheit. Sie wächst heute in ca. 400 verschiedenen Sorten an immergrünen, bis 15 m hohen Sträuchern oder Bäumen.
Allergologie (Relevanz)
Avocado-Allergien sind sicher sehr seltene Ereignisse (4 Fälle bei 10 und 11); es sind lediglich einige wenige Einzelfälle publiziert. Symptome wie Urtikaria, Quincke-Ödem und Dyspnoe bis hin zum anaphylaktischen Schock können auftreten.
Kreuzreaktivität besteht im Rahmen des Latex-Frucht-Syndroms. So treten häufig zur Avocadoallergie Latexallergien auf, weitere Sensibilisierungen betreffen Kastanien, Bananen, Walnuss, Kiwi, Senf und Papaya.
Für die Kreuzreaktionen scheint ein 32 kD-Protein von besonderer Bedeutung zu sein, bei dem es sich um eine Chitinase handelt. Es soll dem Hevamin im Latex entsprechen und findet sich in analoger Weise auch in der Banane und anderen Früchten, deren Unverträglichkeit häufig mit einer Latexallergie kombiniert sind. Jedoch finden sich auch isolierte Avocado-Allergien.
Diagnostik
Reibetest, Prick/Scratch mit Nativmaterial, RAST (Ph.)
Typ IV-Reaktion
Allergologie (Relevanz)
Kontaktallergien können im Rahmen der Verwendung von Avocado in Sonnenschutzmitteln auftreten.
Literatur: 1, 2, 3, 63