Aspartam E 951 

Auslöser von pseudoallergischen Reaktionen 

Vorkommen/Beschreibung

Aspartam ist ein chemisch-synthetisch, gentechnisch hergestellter, intensiver Süßstoff mit niedrigem Kaloriengehalt. Es ist eines der meist verwendeten Intensiv-Süßungsmittel auf der ganzen Welt. (Cola light, Müllers Diät Joghurt, Wrigley´s Kaugummi, Fisherman´s Friend, Canderel, Vitaminpräperate etc.)

Aspartam ist ein Süßstoff, der vom Körper ganz natürlich verstoffwechselt wird, denn seine Basis sind die Eiweißbausteine Phenylalanin und Asparaginsäure sowie Methanol. Alle diese Bestandteile finden sich in vielen täglichen Lebensmitteln wie Milch, Fleisch, Gemüse und Fruchtsäften.
Wegen seiner Eiweißbausteine ist Aspartam nicht gut zum Kochen oder Backen geeignet, da es an Süßkraft verliert.

Aspartam schmeckt wie Zucker und hat keinen bitteren Nachgeschmack. Es ist etwa 200 mal süßer als Zucker, daher sind nur geringe Mengen für einen ausgezeichneten süßen Geschmack notwendig. Ein Liter eines Erfrischungsgetränks, welches mit Zucker gesüßt ist, enthält ca. 400 Kalorien, verglichen mit nur ein oder zwei Kalorien in einem Getränk, das mit Aspartam gesüßt ist. Es wird häufig in Süßstoffmischungen zusammen mit Acesulfam und Cyclamat eingesetzt.

Zulassung von Aspartam 

Aspartam hat in über 90 Ländern der Erde eine Zulassung erhalten, ist also auch zum Beispiel für Diabetiker, Schwangere oder Frauen während der Stillzeit und auch Kinder geeignet. Es wurde von so renommierten Zulassungsbehörden wie der amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) und der gemeinsamen Expertenkommission von FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) und WHO (Weltgesundheitsorganisation) für Lebensmittelzusatzstoffe für sicher erklärt.

Verwendung

Viele brennwertverminderte oder ohne Zuckerzusatz hergestellte Produkte wie 

  • Limonaden, Cola- und Fruchtgetränke 
  • aromatisierte Süßwaren auf Stärkebasis 
  • Dessertspeisen aller Art, Zubereitungen aus Milch, Speiseeis, Brotaufstrich, Frühstückscerealien 
  • Senf, Saucen 
  • sehr kleine Süßwaren ohne Zuckerzusatz zur Erfrischung des Atems 
  • Obstkonserven 
  • Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von weniger als 15 % Vol. 

Allergologie/Allergologische Relevanz

 Aspartam wurde als Ursache von Urtikaria, Quincke-Ödemen und  unspezifischen Exanthemen angeschuldigt, jedoch konnten diese Reaktionen häufig nicht durch einen Provokationstest bestätigt werden. In einer Untersuchung mit Aspartamunverträglichkeit in der Anamnese wurde kein einziger Proband  mit einer eindeutig reproduzierbaren Nebenwirkung gefunden. 

Kontroverse Diskussionen zu Aspartam

Es gibt kontroverse Diskussionen zu Aspartam. So wird z.B. behauptet, dass das durch den Stoffwechsel freigesetzte Methanol und Phenylalanin gefährlich sei. Methanol soll in ein Formaldehyd und dann in Ameisensäure umgewandelt werden (was im übrigen eine völlig normaler Stoffwechselvorgang z.B. beim Verzehr von Obst ist) und eine metabolische Azidose und Neurotoxikose verursachen.
Aspartam sollte nicht von Personen aufgenommen werden, die an der Eiweiß-Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie (PKU) leiden, da sie das Eiweiß Phenylalanin nicht abbauen können. Es kann durch eine Anreicherung dieser Aminosäure zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Die Verpackungen müssen den Aufdruck haben: "enthält eine Phenylalaninquelle".

Im November 1996 wurde von Olney et al. eine Forschungsstudie veröffentlicht. Olney äußerte den Verdacht, es gebe einen Zusammenhang zwischen dem Verbrauch von Aspartam und dem Anstieg der Hirntumorrate. Der Artikel wurde vom Journal of Neuropathology and Experimental Neurology angenommen (Journal of Neuropathologie and Experimental Neurology 55, no. 11, 1115-1123). Die FDA setzte sich mit der Studie auseinander, blieb aber bei ihrer ursprünglichen Entscheidung.

Literatur

http://www.qualimedic.de/suessstoffe.html

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