Suchbegriffe zu diesem Artikel: Azofarbstoffe

p-Aminophenol 

Syn.: 4-Aminophenol 

Typ IV-Kontaktallergen 

Sensibilisierungshäufigkeit: selten, Sensibilisierungspotenz: stark 

Vorkommen 

Bestandteil von Oxidations-Haarfärbemixturen, Bestandteil oder Zwischenprodukt von photographischen Entwicklern, Zwischenprodukt für Arzneimittel und Textilfarbstoffe. 

  • in Oxidationshaarfärbemitteln wie Färbecremes, -gele und -shampoos 
  • in der Pelzfärbung 
  • in fotografischen Entwicklern 
  • in der Farbstoffindustrie bei der Herstellung von Schwefel und Azofarben 
  • Allergologische Relevanz 

Mit p-Aminophenol wurden einige Fälle von positiven Epikutan-Testreaktionen beschrieben, die entweder auf Kreuzreaktivität oder Sensibilisierung gegenüber p-Aminophenol zurückzuführen. 

In einem größeren Kollektiv (4600 Patienten) reagierten 1 % positiv mit p-Amionphenol. In einer weiteren Untersuchung reagierten konzentrationsabhängig 14 bzw. 36 % der Patienten mit Dermatitis durch Haarfärbemixturen. Bei 4 Kosmetikerinnen mit Kontaktdermatitis war der Epikutan-Test in einem Fall positiv. 

Kreuzallergie möglich mit aromatische p-Aminoverbindungen und Azofarbstoffen. 

Epikutantestung 

Block Hermal Friseurstoffe, photographische Chemikalien; Testkonzentration: 1 % in Vaseline 

Literatur: 6, 20 

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