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Suchbegriffe zu diesem Artikel: Dihydroergotoxin

alpha-Rezeptorenblocker 

Medikametenallergene 

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Sekalealkaloide 

  • Ergotamin 
  • Dihydroergotamin 
  • Dihydroergotoxin 

Allergologie (Relevanz) 

Berichte über allergische Nebenwirkungen liegen nur für wenige Substanzen vor. Im Verhältnis zu anderen Arzneistoffgruppen scheinen sie jedoch selten zu sein. Im Wesentlichen handelt es sich um Hautveränderungen wie Exantheme und  Urtikaria.

Bei Prazosin wurden kutane Hautnebenwirkungen in 1,2 bis 2,25 % der Verodnungen beschreiben. Bei den allergischen Reaktion können makulo-papulöse Exantheme (0,7-1,1 %) auch mit Fieber und Gelenkschmerzen einhergehen, lediglich sehr selten wird eine Urticaria (0,3%) sowie in Einzelfällen auch Angioödeme und Bronchospasmus, gelegentlich auch mit Erhöhung der eosinophilen Leukozyten gefunden. In seltenen Fällen kann nach Anwendung von Prazosin auch eine Alopezie beobachtet werden.

Urtikaria und Exantheme sowie gelegentlich auch Angioödeme werden am relativ häufigsten bei Tamsulosin beobachtet.

(Sehr) seltene Fälle von Exanthemen sind daneben auch bei Alfuzosin, Bunazosin, Doxazosin, Phenoxybenzamin, Terazosin Tolazolin und Urapidil beschrieben, eine Urtikaria bei Alfuzosin, Bunazosin und Phenoxybenzamin sowie das Auftreten von Erythemen (bedingt durch die Gefäßerweiterung) bei Bunazosin, Terazosin, Urapidil, Phenoxybenzamin und Yohimbin.  Antinukleäre Antikörper wurde bei Bunazosin und Prazosin gefunden, ein Lupus erythematodes wurde jedoch bisher noch nicht beobachtet.

In der neueren Literatur der letzten 10 Jahre sind lediglich noch Einzelfälle für das Auftreten von Hautreaktionen beschrieben. So wurde bei Alfuzosin eine toxisch epidermalen Nekrolyse (TEN) sowie eine Dermatomyositis beobachtet, das Auftreten einer schweren Hautreaktion nach Terazosin, psoriasiforme Veränderungen nach Urapidil sowie eine kutane Hautreaktion nach Indoramin. 

Als Folge der Kreislaufwirkung wird bei einzelnen Substanzen Schweißausbruch sowie als Folge der Gefäßerweiterung ein Hitzegefühl, daneben auch Mundtrockenheit beobachtet.

Bei den Sekalealkaloiden sind in sehr seltenen Fällen Exantheme, Urtikaria und Erytheme nach Ergotamin und Dihydroergotamin beschrieben, bei Dihydroergotoxin das Auftreten von Erythemen. In der neueren Literatur wurde das Auftreten von Pityriasis rosea-artigen Veränderungen nach Ergotamin beobachtet.

Literatur: 7,9

Farrell et al: Cutaneuous eruption due to indoramin. Clin Exp Dermatol 23, 233 (1998)

Takehara et al: Psoriasisform eruption induced by apha1-adrenergic blocker, urapidil. J Eur Dermatol Venereol 21, 577-578 (2007)

Hernández et al: Severe cutaneous reaction due to terazosin. Lancet 352, 202-203 (1998)

Wang et al: Toxic epidermal necrolysis caused by alfuzosin, an alpha1-adrenoceptor antagonist. Arch Dermatol 142, 938 (2006)

Vela-Casasempere et al: Alfuzosin-associated dermatomyositis. Br J Rheumatol 1135-1136 (1998)

Aydogan et al: Pityriasis rosea-like eruption due to ergotamine: a case report. J Dermatol 32, 407-409 (2005)

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